Müdes Deutschland: Rangauklinik sensibilisiert für das Schlaf-Apnoe-Syndrom

ANSBACH (Eig. Ber.)

Die Dunkelziffer ist hoch: „Schätzungen zufolge leiden bis zu 16 bis 20 Millionen Menschen in Deutschland an einem Schlafapnoe-Syndrom, wenn auch nicht bei allen eine Therapie erforderlich ist“, berichtet Oberärztin Dr. Janeta Jeleva. Diagnostiziert sind jedoch bislang nur drei bis vier Millionen Betroffene. Die Diagnostik und Behandlung dieser chronischen Erkrankung, die auch als „stille Epidemie“ oder „moderne Volkskrankheit“ bezeichnet wird, ist eine der Haupttätigkeiten im Diakoneo Schlaflabor der Rangauklinik in Strüth. Mit dem Umzug der Räumlichkeiten in den kürzlich eingeweihten Neubau verfügt das Schlaflabor nun über ein neues, modernes Auswertungssystem, um Betroffenen noch besser helfen zu können.

Für die Diagnostik verfügt das Schlaflabor der Rangauklinik über sieben Messplätze. Die Patientinnen und Patienten werden in der Regel während eines zweitägigen Aufenthalts im Schlaflabor durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich überwacht. Mit Hilfe von Elektroden und Sensoren werden insgesamt 12 Parameter erfasst, darunter

Gehirnströme, Muskelspannung, Atembewegungen, die Sauerstoffsättigung des Blutes, Beinbewegungen. Das Schlaflabor der Rangauklinik zählt zu den Pionieren der Schlaflabore in Deutschland und wird regelmäßig durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin akkreditiert.

Text (gek. d. Red.) + Foto: Diakoneo / Ines Bretschneider

Dr. Janeta Jeleva und ihre Kollegin Doris Gmöhling vor den Monitoren.
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