Lichterketten-Wettbewerb und Blitzburnout
Spätestens zum ersten Advent beginnen wie jedes Jahr die Vorbereitungen für das perfekte Weihnachtsfest.
Wir stürzen uns mit Elan in den Wettbewerb um den ideenreichsten DIY- Adventskranz, die längste ums Haus gewickelte Lichterkette, die meisten selbstgebackenen Plätzchensorten, die ausgefallensten Geschenkideen, Besuche der angesagtesten Weihnachtsmärkte, den schönsten Weihnachtsbaum, die effektivste Sicherung der Versorgungslage während des dreitägigen „Weihnachts-Log-Downs“ und das exquisiteste Weihnachtsmenü.
Wenn dann noch das Haus von oben bis unten auf Vordermann gebracht und die weihnachtliche Besuchstour minutengenau durchgetaktet ist, verwundert es nicht, dass so manche Mutter dem Blitzburnout nahe ist und so mancher Vater insgeheim die arbeitsfreien Tage verwünscht. Die Nerven liegen blank und von besinnlicher Freude ist leider nur noch wenig zu spüren.
Was wäre, wenn wir in diesem Jahr einfach mal den Rückwärtsgang einlegen?
Ein paar Kerzen zum Aufhellen der Stimmung in der dunklen Jahreszeit, die Lieblingsplätzchen gemeinsam mit der Familie backen, ein paar wenige, mit Achtsamkeit ausgesuchte Geschenke besorgen, einen übrig gebliebenen Weihnachtsbaum „retten“, ein Pyjama-Frühstück am Heiligabend und das Lieblingsessen der Familie zu Weihnachten kochen. Die Besuchstour zu Oma Paula und Onkel Heinrich wird auf die Zeit zwischen den Jahren verschoben.
Was übrig bliebe wäre Zeit, das schönste Geschenk für die Menschen, die wir lieben! Text: UD




