Der „Gaukler“ in der Dorfkirche

HIRSCHLACH

Der Name hat immer noch Anziehungskraft. Und das, obwohl der bedeutendste Vertreter der deutschen Liedermacherszene nicht selbst zu Gast war. Die Rede ist von Reinhard Mey. Der pensionierte Religionslehrer Rudolf Zörndlein aus Schwabach spielte eine kleine Auswahl aus dem umfangreichen Liederrepertoire des 1942 geborenen Berliners.

Die kleine Kirche St. Johannis hat bei den traditionellen Abendserenaden zum Ende der Kirchweih schon lange nicht mehr so viele Gäste gesehen. Doch Reinhard Mey könne mit seinen Liedern bis heute „die Menschen in Schwingung bringen“, fasste Pfarrer Thomas Meinders in seiner Begrüßung das Phänomen zusammen, dass der Liedermacher mit seinen Chansons auch nach über 60 Jahren auf der Bühne Generationen verbinde.

Rudolf Zörndlein begann den Abend mit dem vielsagenden Lied „Gib mir Musik“ aus dem Jahr 1996. Seine Frau Isolde streute zwischen den Stücken Anekdoten aus dem Leben des Künstlers ein und verriet Wissenswertes zu den gespielten Songs. Da durfte an diesem Abend die Hymne an das Fliegen „Über den Wolken“ selbstredend nicht fehlen.

Rudolf Zörndlein hatte an dem zweistündigen Abend eine gut ausgewählte Liste an bekannten und weniger bekannten Werken dabei. Zum Abschluss intonierte er das Abschiedslied „Die Zeit des Gauklers ist vorbei“ und den Evergreen „Gute Nacht, Freunde“. Bei Letzterem sang das Publikum textsicher mit und spätestens hier konnte man feststellen: Reinhard Meys Lieder verbinden Menschen über Generationen hinweg. Etwas, das nicht viele Künstler schaffen.

Text + Foto: Daniel Ammon

Rudolf Zörndlein gab in Hirschlach mit seiner Frau Isolde ein Konzert mit Liedern von Reinhard Mey.
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