1. Kirchweih St. Kunigund in Reuth   Kinderbibel im Gottesdienst überreicht

REUTH

Im Jahre 1453 beantragten Bürger von Reuth eine eigene Kapelle. Dies ist die erste Erwähnung des Gotteshauses, das der heiligen Kunigunde geweiht wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche teilweise zerstört, erst 1663 begann man mit dem Wiederaufbau, sodass es heuer die 351. Kirchweih zu feiern galt. Im Jahre 1848 wurde auf Anregung von Wilhelm Löhe St. Kunigund von Weißenbronn nach Neuendettelsau umgepfarrt, ist in den Annalen zu lesen. In den Jahren 2008/2009 wurde der Innenraum der Kirche nahezu vollständig saniert. Ähnlich äußerte sich auch Pfarrer Heiner Stahl, der aus diesem Anlass die Festpredigt hielt. Er verglich die Weihe der Kirche mit der des Tempels von Jerusalem, dem Mittelpunkt des jüdischen Glaubens. Die Gemeinde Christi als Taufstein jedes einzelnen, erinnere an die Weihe des Menschen zu Jesus und seiner Kirche. Christ sein könne man nicht allein, Christ sein kann man nur in der Gemeinschaft – im Team – hob der Geistliche hervor und bekräftigte, dass Glaube und Gemeinde zusammengehören. Neben der Ehrung von drei Posaunenchorbläsern war ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der kirchlichen Feier die Übergabe einer Kinderbibel an Laura Beyerlein aus Reuth. Sie stand stellvertretend für weitere 25 Kinder, denen in St. Nikolai in Neuendettelsau ebenfalls Kinderbibeln ausgehändigt wurden. Seit geraumer Zeit ist es Tradition, dass Kindern ab einem Alter von sechs Jahren Bibeln überreicht werden, sodass diese sich mit dem Wort Gottes näher befassen und Bibeltexte selbst nachlesen können, gab Pfarrer Jürgen Singer aus Neuendettelsau beim einem Besuch der Kirchweih zu verstehen. Nach dem Gottesdienst trafen sich Einheimische und Gäste in der geschmückten Halle auf einem Nachbargrundstück zum Kirchenkaffee bei süßem und herzhaftem Imbiss sowie zur traditionellen Kirchweihsuppe. Dazu gab der Posaunenchor Reuth unter Leitung von Walter Schmidt ein Standkonzert und erfreute mit etlichen Liedern bei fröhlichem Beisammensein und guten Gesprächen. Pfarrer Stahl hielt es seinen Worten nach für schier ungewöhnlich, dass ein Ort mit etwa 80 Einwohnern einen 18-köpfigen Posaunenchor aufbieten kann, der mit einer Vielzahl von musikalisch ansprechenden Melodien zu glänzen wusste. Erwähnenswert nannte der Geistliche die leistungsbezogene Klanggemeinschaft, die zuvor im Gottesdienst und später dann beim geselligen Standkonzert mit anhaltendem Beifall bedacht wurde.

Text + Foto: Klemens Hoppe

a Reuth - Ehrung Pos.-Chor-Spieler + Kinderbibel 001

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