MERKENDORF
Der Merkendorfer Altbürgermeister und Ehrenbürger Karl Huber wurde 90 Jahre alt. „Mit so vielen Gratulanten und Telefonanrufen habe ich gar nicht gerechnet“, bemerkt der Jubilar beim nachmittäglichen Kaffeetrinken zu seinem Ehrentag. Das Licht der Welt erblickte Karl Huber am 17. August 1936 in Büchelberg bei Gunzenhausen. Er lernte seine Martha kennen, eine geborene Rühl, und zog mit ihr auf den Hof der Schwiegereltern nach Gerbersdorf. 1962 heirateten die beiden. Zwei Kinder wurden ihnen geschenkt.
Seine kommunalpolitische Karriere begann mit der Wahl in den Gemeinderat von Gerbersdorf und in den Kreistag des Landkreises Gunzenhausen im Jahr 1966. 1984 erklomm er eine weitere Sprosse der Karriereleiter. Da wählten die Leute ihn in das das Amt des 1. Bürgermeisters. 18 Jahre genoss er das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger.
Während Hubers Amtszeit wuchs die ehemalige Ackerbürgerstadt um fast ein Viertel. Eine neue Kläranlage ging 1986 in Betrieb. Neue Baugebiete entstanden, Kindergärten, die Grundschule und das Feuerwehrhaus wurden neu errichtet. 2002 hängte er das Bürgermeisteramt an den Nagel und blieb noch eine Periode bis 2008 im Kreistag von Ansbach.
Heute erfreut er sich an seinen Enkeln und Urenkeln. „Ich bekomme zwar Rente, aber ich bin kein Rentner,“ lacht Huber am Kaffeetisch: „Ich mache regelmäßig Besuche in der Tagespflege und im Seniorenheim, wo ich die älteren Leute unterhalte.“
Text + Foto: Daniel Ammon





