Eine nachhaltige Erfolgsgeschichte
HEILSBRONN (Eig. Ber.)
Im Herbst 2015 begann in Heilsbronn das erste Reparatur-Café im Landkreis Ansbach. Walter Adolf, Initiator, Organisator und Mithelfer das Reparatur-Cafés Heilsbronn, berichtet:
Als Rückblick auf 10 Jahre ergibt sich ein sehr breit aufgestelltes Bild. Monatlich ein fixer Termin bürgerte sich sehr gut ein und wird wenig vergessen. Unsere ehrenamtlichen Fachleute haben im Laufe der Jahre immer wieder mal gewechselt, aktuell sind wir eine Stammmannschaft von sechs bis acht Reparateuren. In den 10 Jahren hatten wir deutlich über 800 Reparaturen. Unsere Erfolgsbilanz ist mit über 50% durchaus sehenswert.
Wir decken an „Kleingeräten“ ab was aktuell auf dem Markt ist. Sei es, dass wir Puppendoktor sind, Kinderspielzeug bekommen oder Nähmaschinen justieren. Wir reparieren jedoch keine Handys und Digitalkameras. Wir binden unsere Kunden mit in die Reparatur ein. Jeder soll ja wissen was wir warum machen. Manche kommen mit einer exakten Fehlerangabe, andere nur mit „geht nicht oder liegt schon länger rum“ und der zentralen Frage „reparieren oder wegwerfen“.
Wir treffen uns jeden letzten Mittwoch im Monat im Bürgertreff von 18:00 bis 20:00 Uhr. Die Kunden zahlen bzw. besorgen die Ersatzteile selbst. Unser Arbeitsaufwand, unsere Zeit, die wir hier inkl. der Vorbereitung investieren, stellen wir ehrenamtlich zur Verfügung. Wir bringen eigenes Werkzeug und unsere eigenen Messgeräte mit. Das, was im Endeffekt dann von den Spenden nach der Reparatur bei uns bleibt, wird in Abständen an andere Organisation und Vereine weitergespendet, wie z.B. an das Bündnis für Familie. Diese können damit wieder in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Gutes tun. Im Rahmen des Gemeindeverbundes Kernfranken und auch im weiter übergeordneten Sinn sehen wir uns als eine Komponente für Nachhaltigkeit und für verantwortungsvollen und schonenden Umgangs mit unseren Ressourcen. Genauso wie auch für das Schonen und gegen die Verschwendung von Rohstoffen und der Möglichkeit damit Gerätschaften ein zweites „Leben“ zu geben.
Text (gek. d. Red.): Walter Adolf / Foto: EDÜ





