MERKENDORF
Seit bereits vier Jahrzehnten geht es beim Frühschoppen des Bürgermeisters zur Merkendorfer Kirchweih um die große und kleine Politik. Es geht auch um das Danke sagen an diverse Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche und Ehrenamt. Dabei richtet sich der Blick des Rathauschefs auf das große Weltgeschehen, das jedes Jahr düsterer und undurchdringlicher zu werden scheint – und die kleine Politik vor der Haustür, die noch mehr in Ordnung ist, aber auch Kratzer zu bekommen droht. „Berichte über Kriege und Konflikte in der Welt werden zu Blitzlichtern“, fasste Stefan Bach die derzeitige Großwetterlage zusammen. Der gesellschaftliche Diskurs durch das Abdriften nach rechts bereite ihm viele Sorgen.
Mit Erstaunen verfolge Bach die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz, die für ihn Licht- und Schattenseiten habe. „Es ist Fluch und Segen zugleich.“ Autonom fahrende Auto sind keine Zukunftsmusik mehr, zeigte Stefan Bach eine Entwicklung in den USA. „Wir müssen aufpassen, nicht in Europa abgehängt zu werden.“ Die überbordende Bürokratie ist für den Bürgermeister ein jährlich wiederkehrendes Ärgernis.
Die aufmunternden Worte des Wolframs-Eschenbacher Bürgermeisters Michael Dörr waren umso wichtiger und kamen zur rechten Zeit: „Jetzt schauen wir in die Zukunft.“ Da schmeckten die Bratwürste mit Merkendorfer Sauerkraut gleich viel besser.
Text + Foto: Daniel Ammon





