NÜRNBERG. (241) Im Nürnberger Stadtteil Wetzendorf nahm die Polizei am Freitagnachmittag (13.03.2026) drei Männer fest. Diese stehen in Verdacht, in betrügerischer Absicht Dacharbeiten zu stark überhöhten Preisen durchgeführt zu haben.
Die drei Männer mit rumänischer Staatsangehörigkeit boten einem 90-jährigen Mann für einen Preis von 250 Euro die Erneuerung seiner Dachrinnen an. Nach rund eineinhalb Stunden forderten die Männer von dem Senior einen Betrag von über 4000 Euro für die geleistete Arbeit. Der 90-jährige Mann ging aus diesem Grund zur Bank, um einen höheren Geldbetrag abzuheben. Allerdings verständigte ein aufmerksamer Bankmitarbeiter die Polizei.
Zivile Polizeibeamte nahmen die drei Männer (19, 35 und 37 Jahre alt) bei der Abholung des geforderten Geldbetrags fest und leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein. Die Männer sind nach polizeilichen Erkenntnissen bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Bei dem 19-jährigen Tatverdächtigen fanden die Beamten außerdem einen totalgefälschten Ausweis. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen die drei festgenommenen Tatverdächtigen Haftantrag.
Mit Blick auf den aktuellen Fall warnt die mittelfränkische Polizei dringend vor betrügerischen Haustürgeschäften und gibt folgende grundsätzlichen Empfehlungen:
– Kaufen oder unterschreiben Sie grundsätzlich niemals etwas an der Haustür.
– Lassen Sie unangekündigt auftretende Handwerker oder Verkäufer nicht in Ihre Wohnung.
– Seien Sie misstrauisch: Angebotene Dienstleistungen sind meist nicht fachgerecht, von schlechter Qualität oder werden überhaupt nicht durchgeführt.
– Bestehen Sie auf die Erstellung einer Rechnung.
– Zahlen Sie nie per Vorauskasse. Unterschreiben oder bezahlen Sie nichts unter Zeitdruck.
– Ziehen Sie im Zweifelsfall Personen Ihres Vertrauens (z.B. Nachbarn, Bekannte) hinzu oder verständigen nötigenfalls über den Notruf 110 die Polizei.
– Erstatten Sie umgehend Anzeige, wenn Sie Opfer einer solchen Straftat geworden sind. Sie unterstützen mit einer schnellen Mitteilung die Ermittlungsarbeit der Polizei.
Quelle: PP-Mittelfranken




