NEUENDETTELSAU
Im März bot die Wanderausstellung „Einfach menschlich“ im ehemaligen JUZ von Diakoneo zwei Wochen lang einen Einblick rund um das Thema Sucht. In einem Parcours aus Bildern und Kommentaren ehemaliger Betroffener und Angehöriger wurden den Besuchern die Stationen der Abhängigkeit bewegend vor Augen gehalten – von Verdrängung, Erkenntnis, hin zu Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung bis zum Ausstieg durch Therapien und Selbsthilfegruppen.
Der Verein S.u.G. (Suchtprävention und Genesung e.V. Regensburg) hat in Kooperation mit der AOK 2017 eine Ausstellung geschaffen, die nicht nur die Akzeptanz von Sucht als Krankheitsbild fördern möchte, sondern vor allem versucht, durch die Möglichkeit der Selbstreflexion süchtiges Verhalten zu erkennen. Ohne Scham das Gespräch zu suchen und so im besten Falle das Abgleiten in die Suchtspirale zu verhindern oder zu stoppen. Freia von Hennings, der 1. Vorsitzenden des Vereins, ist es sehr wichtig, dass die Besucher der Ausstellung nicht allein gelassen werden. Durch ihre offene und sehr empathische Art nimmt sie die Hemmschwelle zum Thema Sucht und steht ständig für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Ihr größter Wunsch wäre es, einen Platz zu finden, an dem aus der Wanderausstellung eine Dauerausstellung werden kann. Vielleicht finden sich ja in Neuendettelsau und Umgebung die passenden Räumlichkeiten?
Text + Fotos: UD







