MERKENDORF
Ein kleines Jubiläum konnte die Lesewoche, die der Verein „KiM – Kultur in Merkendorf“ veranstaltete, in diesem Jahr begehen. Denn die sommerliche Reihe wurde fünf Jahre alt. Im Stadthof versammelten sich die Freunde der Literatur aus nah und fern und lauschten am ersten Abend unter dem Motto „Mein Lieblingsgedicht“ heiterer und nachdenklicher Lyrik. Peter Zeidler rezitierte ohne Vorlage aus dem Gedächtnis Gedichte des Kabarettisten Wilfried Schmickler und des Poetry-Slammers Lars Ruppel. Gunter Zepter las unter anderem Lyrik von Eugen Roth. Etwas Ernster ging es bei den KiM-Vorständen Jochen Schmidt, Franziska Argmann und Werner Walter zu, als sie aus dem Buch „Flüchtlingsgespräche“ von Berthold Brecht vortrugen. Am zweiten Abend gestalteten Theresia und Hans Hübner eine Stunde zu Hermann Hesse. Am Mittwoch stellte Stephanie Heinrich, die Leiterin der Ansbacher Stadtbücherei ist, Debütromane vor. Den Abschluss bildete die Autorin und Künstlerin Kristy Husz aus Gunzenhausen mit dem vielsagenden Motto „Music was my first Love“ („Die Musik war meine erste Liebe“).
2022 begann der Kulturverein die Literaturreihe, als im Stadthof der öffentliche Bücherschrank aufgestellt wurde, der mit Mitteln aus dem Regionalbudget gefördert wurde. Jochen Schmidt zog ein positives Resümee der vergangenen Jahre: „Wir hatten verschiedenste Gäste und die Abende waren stets gut besucht.“ Vielfältigste Literaturgattungen kamen seitdem durch verschiedenste Rezipienten zur Darbietung. Von einer Autorin fränkischer Krimis bis zur Lieblingsliteratur des Stadtpfarrers konnten die Lesebegeisterten in die Welt der Bücher und Geschichten eintauchen.
Text + Fotos: Daniel Ammon






