Smart-Meter-Angebote wettbewerblicher Betreiber: Was ist zu tun?
In den vergangenen Wochen kam es im Kundenservice der N-ERGIE Netz GmbH vermehrt zu Anfragen von Kunden zum Thema Smart-Meter-Einbau. Viele waren durch den Brief eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers verunsichert.
Im behördlich wirkenden Anschreiben eines Anbieters mit offiziell klingendem Namen wird der kostenlose Einbau eines intelligenten Stromzählers, eines sogenannten Smart Meters, versprochen und Handlungsdruck suggeriert. Wie ist damit umzugehen? Die N-ERGIE Netz GmbH ist der grundzuständige Messstellenbetreiber in Nürnberg und weiten Teilen Mittelfrankens und klärt auf.
Verbraucherschutz übt Kritik
Die Verbraucherzentrale hat jüngst auf die massenhaft versandten Anschreiben von wettbewerblichen Messstellenbetreibern reagiert und weist darauf hin, dass Verbraucher keinerlei Handlungsdruck unterliegen.
Des Weiteren betont die Verbraucherzentrale, dass der Betrieb von intelligenten Stromzählern bei wettbewerblichen Messstellenbetreibern nicht reguliert ist. Das Entgelt darf damit höher liegen als bei den grundzuständigen Messstellenbetreibern, die sich strikt an Preisobergrenzen halten müssen.
Nicht automatisch günstiger
Zuständig für den – in der Regel kostenlosen – Einbau von intelligenten Stromzählern sind die regionalen Stadt- und Gemeindewerke, beziehungsweise die Netzbetreiber vor Ort. Verbraucher, die nicht auf den möglichst schnellen Einbau eines Smart Meters bestehen, können in aller Ruhe abwarten. Eine generelle Einbaupflicht über bestimmte Fälle hinaus besteht nicht.
Die N-ERGIE Netz GmbH rät deshalb, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und beim Absender des Schreibens genau hinzusehen. Dasselbe gilt für die Konditionen: Hier sollte der individuelle Fall genau geprüft werden. Die Angebote von wettbewerblichen Messstellenbetreibern sind nicht automatisch günstiger.
Quelle: N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg




