Mit vollem Wind in die Zukunft

LANGENLOH

Endlich war es soweit! Andreas Fischer vom Biobetrieb „die Gemüsekiste“ konnte Anfang Juni seine Vision der Unabhängigkeit von zugekauftem Strom durch die Inbetriebnahme seiner eigenen Kleinwindkraftanlage vollenden und mit allen Beteiligten gebührend feiern.

Die Idee des Baus eines eigenen Windkraftrades entstand bereits 2002, allerdings konnte sie damals aufgrund des Widerspruchs der US Army nicht umgesetzt werden. Begraben hat er aber seine Idee nie, im Gegenteil, eine Vision entstand. Photovoltaik und Wärme aus Biomasse ergänzten im Laufe der Zeit das Konzept einer regionalen und umweltfreundlichen Gemüseproduktion und Tierhaltung, unabhängig von Markteinflüssen und Weltgeschehen. 20 Jahre später entdeckte Andreas Fischer in Holland Kleinwindkraftanlagen, die mit vereinfachten Genehmigungsverfahren in Betrieb genommen werden können. Gemeinsam mit seinem Team und ortsansässigen Handwerksbetrieben machte er sich ans Werk und konnte am 28. Mai endlich sein eigenes „Windrad“ nach dreieinhalb Jahren Planungs- und Genehmigungszeit in nur fünf Wochen aufstellen. Ohne Fördermittel, nur in Eigenfinanzierung wagte er dadurch den Lückenschluss der Energiegewinnung und hofft, keinen Strom zukaufen zu müssen. Wissen wird man es allerdings erst nach ca. einem Jahr, aber der Versuch ist es wert, meinte er. Abgerundet wird das Gesamtkonzept ab Juli noch mit drei E-Lieferautos. So kann man mit Fug und Recht behaupten, in Langenloh wurde die Energiewende bereits in einem Maße vollzogen, auf die wir im Großen wahrscheinlich noch lange warten müssen.

Text + Fotos: UD

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