Heilsbronn – Am Donnerstagabend gegen 18.20 Uhr meldete sich über Notruf eine Mitarbeiterin eines Bekleidungsgeschäftes mit integrierter Paketstation in der Ansbacher Straße. Laut der Mitteilung trat aus einem nicht abgeholten Paket eine nicht näher beschreibbare Flüssigkeit aus. Eine Mitarbeiterin erlitt durch den Kontakt mit der Flüssigkeit eine Verätzung am Finger, eine zweite klagte über ein Brennen der Lunge, nachdem Dämpfe der Flüssigkeit eingeatmet wurden.
Da nach wie vor die Art der Flüssigkeit unbekannt war, wurden neben der Polizei, Feuerwehr auch der Rettungsdienst an die Einsatzörtlichkeit beordert. Die Feuerwehr betrat letztendlich die Räumlichkeiten des Geschäftes mit Schutzkleidung und Atemschutz und konnte das betroffene Paket in Freie verbringen. Beim Öffnen des Paketes konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um ein hochkonzentriertes Reinigungsmittel (Essigsäure), deren Verpackung beschädigt wurde und in kleinsten Mengen austrat. Selbst im Freien war der beißende Gestank der Essigsäure deutlich wahrnehmbar. Durch die FFW Heilsbronn wurde der beschädigte Kanister in einen verschließbaren Behälter gestellt und dem Empfänger des Paketes, welcher zwischenzeitlich telefonisch erreicht werden konnte übergeben. Dieser zeigte sich verwundert, da vorangegangene Lieferungen stets zu ihm geliefert wurden und er noch nicht einmal Kenntnis hatte, dass sein Paket in Heilsbronn zur Abholung bereitgestellt wurde. Nach einem zweistündigen Feuerwehreinsatz wurde das Bekleidungsgeschäft nach guter Durchlüftung geschlossen und die beiden Mitarbeiterinnen begaben sich zur weiteren Abklärung und Untersuchung ins Krankenhaus. Weitere Personen wurden nicht beeinträchtigt. Die Ansbacher Straße war für die Dauer des Einsatzes eingeschränkt befahrbar.
Quelle: PI-Heilsbronn




