50 Jahre Vogelschutzverein Neuendettelsau: Uhu aus Sandstein enthüllt

NEUENDETTELSAU

Zum 50. Geburtstag des Neuendettelsauer Vogelschutzvereins enthüllten Kinder einen Uhu aus Sandstein, der als Wappentier Symbolkraft vermitteln soll. In der parkähnlich gestalteten Grünanlage mit Springbrunnen und Ruhebank in der Bahnhofstraße ist dieser hervorragend platzierte Uhu für jedermann sichtbar postiert. Auf einem grob behauenen Steinquader thront das finster dreinblickende terrakottafarbene Wappentier und scheint die Betrachter argwöhnisch zu begutachten. Ein echter Blickfang, der auch von Kindern gern wahrgenommen wird. Anlässlich der Enthüllung hatten sich auch die Lichtenauer Jagdhornbläser eingefunden, die der Feier einen festlichen Rahmen verliehen. Im Auftrag des Bürgermeisters Gerhard Korn überbrachte Wernher Geistmann Glückwünsche. In seinem Grußwort zeigte er auf, dass dieser Vogel ein Sinnbild des Glücks sei. Ferner nannte Geistmann die Gründer des Vereins Visionäre, die sich bereits damals schon dem Schutz der Vögel und der gesamten Natur verpflichtet gefühlt hatten. „Die Natur kommt ohne den Menschen aus, der Mensch aber nicht ohne sie“, betonte der Sprecher. Mit sichtbar großer Freude begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Sofie Czmok, die zahlreich erschienenen Besucher, die sich das besondere Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Im Jahre 2005 war der Uhu der Vogel des Jahres. Das lässt erkennen, dass es sich hierbei mittlerweile um eine stark zurückgegangene Vogelart handelt, von der seinerzeit 850 Paare in Deutschland gezählt wurden. Im Rahmen der Grußworte wurde auch den unermüdlich ehrenamtlich Tätigen gedankt, die einen Großteil ihrer Freizeit für das Wohl der Vögel und deren erhaltenswerten Lebensraum einbringen. Mit einem Scheck über mehr als 600 Euro wartete Herbert Geyer von der Gewerbebank auf. Im Rahmen der Neuendettelsauer Gewerbeschau wurden seinerzeit an einem Stand der Bank Mützen bestickt, auf denen Namen oder Initialen angebracht werden konnten. Aus dem Verkauf resultierte der Überschuss für den Vogelschutzverein. Dankbarer Applaus der Anwesenden war die Quittung für dieses Engagement. Den Abschluss der nachmittäglichen Enthüllungsfeier bildete eine gemütliche Runde im Freien bei Kaffee und Kuchen.

Der Festabend im voll besetzten Festzelt wäre kaum zu überbieten gewesen, schwärmten Besucher des dort stattgefundenen Fränkischen Kabaretts. Sven Bach aus Nürnberg nahm Land und Leute mit Begebenheiten und besonderen Geschehnissen aufs Korn. Beifallstürme reihten sich an herzhaftes Lachen, und immer wieder wurden bei diesem oder jenem Gag Erinnerungen an früher wach. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen waren gewollt. Musikalisch umrahmte Klaus Herz den geselligen Teil des Jubiläumsfestes mit seiner „Quetschn“. Guter Besuch und Schmackhaftes vom Grill ließen den Festabend zu einem unvergessenen Erlebnis werden, von dem noch lange die Rede sein wird, resümierte Sofie Czmok in ihrem Rückblick.

Text + Foto: Klemens Hoppe

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