Aurachtalfest der Feuerwehr in Bertholdsdorf

Großaufgebot von Oldtimern zum 10. Jubiläum

BERTHOLDSDORF

Zum zehnten Mal feierte die Freiwillige Feuerwehr von Bertholdsdorf ihr Aurachtalfest, wobei die gesamte Dorfgemeinschaft mit einbezogen war. Ein kleines Dorf mit großem Zulauf von Besuchern aus nah und fern zeigte beispielhaft, dass viel gelingen kann, wenn an einem Strang gezogen werde. Nach dem morgendlichen Gottesdienst am Sonntag platzierten sich 126 Traktoren, Oldtimer-Bulldogs älteren und auch neueren Baujahrs, auf einer angrenzenden Wiese, um sich bestaunen und bewundern zu lassen. Die ausgefallensten Modelle, teils mit Blumen und Fahnen geschmückt, aufpoliert oder mit deutlich sichtbaren Abnutzungserscheinungen nach Jahren des bäuerlichen Einsatzes – zogen Massen von Begutachtern und Freunde von Oldtimern magisch an. Heuer kamen 26 Traktoren mehr als im vergangenen Jahr. „Eine stolze Bilanz“, wie es Hans Bößenecker ausdrückte, der bei der Ankunft der Fahrzeuge die Anmeldungen vornahm und notwendige Papiere ausgab. Drei Tage lang, von Freitag bis einschließlich Sonntag, stand Bertholdsdorf ganz im Zeichen des Aurachtalfestes. Am Freitag war ein Schafkopfturnier der Mittelpunkt, und am Samstag gab ein Alleinunterhalter bei leckeren Köstlichkeiten den musikalischen Ton an. Der Sonntag schließlich, der Höhepunkt des Jubiläums, begann mit einem Gottesdienst im Festzelt, den Pfarrer Dr. Martin Staebler aus Nürnbergs Pfarrei St. Lukas hielt. Der Geistliche war zu einem früheren Zeitpunkt einmal der Pfarrer von Bertholdsdorf, sodass er sich sehr freute, als er gebeten wurde, den Festgottesdienst zu halten. Die Lieder, die gesungen wurden, begleitete der Bertholdsdorfer Posaunenchor unter der Leitung von Jürgen Böhm. Die vier Frauen und sechs Männer erfreuten mit ihrer musikalischen Liedbegleitung die Anwesenden. Auch nach der kirchlichen Feier spielten sie noch einige Zeit lang fröhlich auf. In seiner Predigt stellte der Theologe das Wort „Durst“ an den Anfang seiner Begrüßung. Durst nach Gottes Wort und Durst für den Leib bei sommerlicher Hitze. Wir Menschen sind durch Wort und Tat schuldig geworden, können uns aber auf Jesus Christus verlassen; er wird alle Sünden vergeben. Ein weiteres großes Thema war die „Zeit“. Täglich werden uns 24 Stunden geschenkt, das sind 86.400 Sekunden, in welchen wir Gott näher kommen können. „Umarmungen Gottes sind Prüfungen, die er uns schickt, wenn wir uns vor Gott fremd gefühlt und Liebe vermisst haben.“ Nach dem Gottesdienst hatten die etwa 25 Helferinnen und Helfer im Service alle Hände voll zu tun, um ein leckeres Mittagessen den zahlreichen Gästen bieten zu können. Im Laufe des Nachmittags, bei Kaffee und Kuchen, spielte der Musikverein Gebsattel und wusste mit seinen Melodien die Gäste zu erfreuen. Auch Bürgermeister Matthias Seitz und seine Frau statteten Bertholdsdorf einen Besuch ab. Ganz besonders freute sich das Stadtoberhaupt von Windsbach, dass die dörfliche Gemeinschaft und das tolle Engagement die Menschen fest zusammenhält und sie ermutigt, mitzuhelfen und sich zu engagieren, wenn es gilt, ein Fest auszurichten. Für Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut und auch ein Malzelt spornte die Kleinen an, schöne Bilder zu zeichnen. Hoch erfreut zeigte sich der Kommandant der örtlichen Wehr, Bernd Bößenecker, dass eine derart stattliche Anzahl von Oldtimern und Dieselrössern den Weg nach Bertholdsdorf eingeschlagen hatten. Da kamen Mitglieder aus den unterschiedlichsten Vereinen angetuckert, um mit dabei zu sein. Zu ihnen gehörten der Humboldt Club Dechendorf, die Dieselfreunde Rezatgrund, die Schlepperfreunde 1995 Oberreichenbach, die Eibacher Bulldoggerer, die Mitteleschenbacher Oldtimerfreunde und der Verein Rohölzug Wallesau. Beim Gespräch mit dem Kommandanten war zu erfahren, dass zur örtlichen Feuerwehr 32 Mitglieder gehören, die mitsamt ihren Familien und etlichen Bewohnern von Bertholdsdorf voll eingespannt waren, um solch ein großes Jubiläumsfest zu stemmen. Alles klappte reibungslos, sagte die Bilanz des Tages aus. Selbst die Sonne hatte es gut gemeint mit den Feiernden – sie schien alle drei Tage bis in die Abendstunden sommerlich warm.

Text + Fotos: Klemens Hoppe

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