„Brand“ in Biogasanlage war schnell unter Kontrolle

Großübung der Merkendorfer Ortsteilwehren in Gerbersdorf

GERBERSDORF

Die Freiwilligen Feuerwehren (FFW) aus der Stadt Merkendorf hielten ihre regelmäßige Großübung ab. Diesmal war das Objekt die Biogasanlage in Gerbersdorf von Werner Rück, der gleichzeitig Kommandant der Feuerwehr Merkendorf ist. Es war den ganzen Tag über drückend heiß. Abkühlung ist an diesem Abend nicht in Sicht. Sommerliche Ruhe liegt über dem kleinen Dorf. Doch dann. Kurz vor 20 Uhr heulen die Sirenen los. Sofort rücken die Kameraden der Feuerwehren Merkendorf, Großbreitenbronn, Heglau/Dürrnhof und Hirschlach/Neuses zum Einsatz aus. Sie wissen nur: Brand in der Biogasanlage in Gerbersdorf. „Man kann die Übung generalstabsmäßig planen, oder die Leute wissen nicht, was sie – wie im realen Leben auch – am Einsatzort erwartet“, erklärt Merkendorfs Kommandant Werner Rück. Als die FFWler mit ihren großen Einsatzfahrzeugen die Anlage an der Ortsverbindungsstraße Richtung Waizendorf erreichen und sich ein erstes Bild über die Lage gemacht haben, wird schnell folgendes Szenario klar: Ein Mitarbeiter der Biogasanlage (hier in Form einer Dummy-Puppe) ist unter einem Anhänger eingeklemmt und muss befreit werden. Ein Hebekissen kommt zum Einsatz. Desweiteren ist in der Anlage ein Brand ausgebrochen. Die Einsatzleitung hat Patrick Noll von der FFW Merkendorf. Während der Löscharbeiten stürzt der Anlagenbetreiber in eine Grube. Hier übten die Kameraden das Retten verunfallter Personen aus großen Tiefen. Die Floriansjünger suchen mit Atemschutz nach eventuell weiteren verletzten Personen. Gleichzeitig ist ein Löschtrupp dabei den „Brand“ unter Kontrolle zu bekommen und simuliert die Brandbekämpfung auch auf den umliegenden Feldern. Um genügend Wasser zur Bekämpfung des „Brandes“ zu haben, löschen die Rothelme mit gewonnenem Wasser aus der Biogasanlage. Es ist Wasser, das Werner Rück aus Gülle gewonnen hat. Auch die Löschwasserversorgung aus Gerbersdorf wird angezapft. Der „Brand“ ist schnell unter Kontrolle und nach etwas mehr als einer Stunde ist die Übung beendet. Das sach- und ordnungsgemäße Aufräumen der zum Einsatz gekommenen Geräte gehört ebenso dazu. Mit acht C- und drei B-Schläuchen rückten die Ehrenamtlichen dem „Brand“ in der Biogasanlage zu Leibe, so Einsatzleiter Noll bei der Einsatznachbesprechung. Kreisbrandmeister Alfred Wechsler und Kreisbrandinspektor Hans Pfeiffer, die die Übung verfolgten, richteten anerkennende Worte an die Floriansjünger, die ihren freien Abend dem Wohl der Allgemeinheit zur Verfügung stellten. Ebenso hatte Bürgermeister Hans Popp anerkennende Worte. Der Merkendorfer Kommandant und Biogasanlagenbesitzer Werner Rück sagte: „Viele Feuerwehrler haben Angst, wenn es heißt, dass es in einer Biogasanlage brennt. Jetzt hat man gesehen, dass das gar nicht so spektakulär ist.“

Auch Kameraden der Nachbarwehr aus Wolframs-Eschenbach schauten bei der Großübung zu, um sich zu informieren. Zum Abschluss gab es eine Brotzeit, die sich alle bei der sehr schweißtreibenden Arbeit redlich verdient hatten.

Text + Fotos: Daniel Ammon

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