Betrug mittels WhatsApp – Warnhinweis

Mittelfranken. (286) Unbekannte Täter wenden sich mittels Textnachrichten per WhatsApp an potentielle Opfer und geben sich als deren Kinder aus. Die Betrüger versuchen, die Geschädigten zu Überweisungen von Geldbeträgen zu veranlassen. In einem aktuellen Fall überwies das Opfer ca. 2.000 Euro. Die Kriminalpolizei warnt vor dieser Betrugsmasche.

In den vergangenen Tagen kontaktierten Unbekannte vermehrt über WhatsApp potentielle Opfer und gaben sich als deren Tochter oder Sohn aus. Die Täter versuchten unter einem Vorwand, die Geschädigten zu Geldüberweisungen zu bewegen. Meist werden mehrere Tausend Euro gefordert. 

In einem aktuellen Fall erhielt ein 59-jähriger Erlanger am 20.02.2022 eine WhatsApp-Nachricht von einer ihm unbekannten Nummer mit der Anrede „Hallo Papa“. Dann folgte eine Erklärung, weshalb die WhatsApp-Nachricht von einer anderen Handynummer als gewohnt versandt wurde. Hier schreiben die Täter beispielsweise, dass ihnen das Handy kaputt gegangen oder in die Toilette gefallen sei. Sobald die Opfer auf die Nachricht reagieren, wird eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, dass dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werde müsse. 

Dem Erlanger schrieb die vermeintliche Tochter, dass sie wegen des kaputten Handys derzeit kein Geld per Online-Banking überweisen könne. Es möge doch bitte der Vater die Überweisung tätigen. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden. Anschließend wurde ihm eine IBAN-Nummer geschickt. Im vorliegenden Fall überwies der Geschädigte das Geld in Höhe von ca. 2.000 Euro. Erst als sich der Täter mehrere Tage später erneut meldete und wieder um Geld bat, bemerkte der 59-Jährige, dass es sich nicht um seine Tochter handelte. 

Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg hat die Ermittlungen übernommen. Bislang ist noch nicht bekannt, wie die Täter an die Handynummern gelangen. 

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet darum, insbesondere ältere Angehörige über folgende Warnhinweise aufzuklären: 

Fragen Sie persönlich nach, wenn Sie von einer bis dato unbekannten Handynummer über Messenger-Dienste wie WhatsApp kontaktiert werden.

Nehmen Sie unbekannte Rufnummern nicht einfach als Kontakte auf.

Werden Sie misstrauisch, wenn Sie über Messenger-Dienste zu Geldzahlungen aufgefordert werden. 

Falls sie nach Aufforderung bereits eine Überweisung getätigt haben, kontaktieren Sie sofort die Bank und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.

Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelt, erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Löschen Sie keinesfalls den Chatverlauf.
Quelle: PP-Mittelfranken

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