Der kritische Kommentar auf Fränkisch Teil 14

Gute Vorsätz und andere Widersprüche

An Silvester is ja widder losganger mit denne verflixten Aufrufe zum inneren Schweinehund anleinen – sogar im Aldi Heftla hupfen dann aufdringlich gut gelaunte und schwitzerte Familien aufm Trampolin, weil ma doch mehr sporteln soll (und des ganze Equipment-Gschlump kaufen).
Dafür weniger saufen, weniger Fleisch essen und erscht recht net krank wern. Des is nämlich ganz schlecht im Moment, da hat kanner Zeit in die zammgschrumpften Krankenhäuser und deine Pillen und des Fiebersäftla fürs Baby kannst aufm Schwarzmarkt kaufen…
Soderla, also was is dann mit denne guten Vorsätz 2023?
So richtig Lust drauf scheina die (trotzigen) Leut net zu haben aktuell. Gürtel enger schnallen, immer schee brav nachts die Parkleuchte im stockdusteren Kaff anschalten und bittschön net rummaulen, sonst stehst glei in am falschen Eck. Warum sich privat a noch quälen und irgendwas verschlimmbessern, wenn eigentlich die Vorbilder fehlen?
Hat ma scho amol was ghört von gute Vorsätz der Medien- und Politiklandschaft?
Vorschläge: „2023 woll ma weniger verdrehen, mehr reale Zahlen und Fakten raushaua, nimmer zum Denunzieren aufrufen, Entscheidunga für und net gegen die Bürger treffen, a bisserla mehr des Grundgesetz beachten und an Gang runterschalten bei der Klugscheißerei!“.
Des wär doch amol was…
Dann klapperts a mit denne guten (privaten) Vorsätz – an Versuch wär’s zumindest wert 😊

K W / Redaktionsleitung Habewind News / Verantwortlich für alle Buchstaben in diesem Medium 🙂

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