Ekelerregende Täterfestnahme

Bereits in der Nacht zum Heiligen Abend 2019 war es in einem Wohnanwesen in einer Ortschaft im südöstlichen Landkreis Ansbach zu einer ekelerregenden Sachbeschädigung gekommen. Gegen 02.30 Uhr hatte ein Unbekannter eine Flasche mit Fäkalien durch ein Fenster in die Küche der Wohnung geworfen, sodass die Familie an Heilig Abend damit beschäftigt war, Küche und Flur von den ekelhaften Spuren der Tat zu beseitigen. Damals entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 2500 Euro. Ähnliches wiederholte sich am Neujahrstag. Kurz vor 4 Uhr bewarf der Unbekannte eine mit Fäkalien gefüllte Glasflasche gegen die Hauseingangstür und eine erneut gegen das Küchenfenster. Dieses Mal hielten die Glasflächen jedoch stand, sodass die stinkende Brühe sich nur im Außenbereich verteilte. Zuvor hatte der Täter noch die Zylinderschlösser von Haustür und Heizraumtür mit Kleber unbrauchbar gemacht. Der entstandene Schaden dieses Mal rund 2000 Euro. Aufnahmen einer mittlerweile angebrachten Überwachungskamera zeigten eine vermummte männliche Person. Kurz vor 2 Uhr wiederholte sich das Tatgeschehen am Samstag, dem 11. Januar. Wieder waren die Haustüre und das Küchenfenster Ziele für die Flaschenwürfe. Als er in der frostigen Nacht zum Dienstag dieser Woche gegen 01:30 Uhr erneut zum Tatobjekt kam, rechnete der vermummte Mann wohl nicht, dass er auf Polizeibeamte treffen würde. Seit längerer Zeit hatten Beamte der zuständigen Heilsbronner Polizeiinspektion das Anwesen nachts aus einem Zivilfahrzeug heraus überwacht. Nun wurden sie Augenzeugen, wie ein vermummter Mann eine Glasflasche durch die Heckscheibe in den Pkw des 66-jährigen Hauseigentümers warf. Als die Beamten aus ihrem Fahrzeug sprangen, landete gerade eine zweite mit Fäkalien gefüllte Glasflasche auf der Windschutzscheibe ihres Zivilfahrzeugs. Während sie den Mann anriefen, warf dieser eine dritte Flasche in Richtung des Beifahrers, traf ihn jedoch nicht. Die Flasche zerplatzte vor den Füßen des Beamten, während der Täter sein Heil in der Flucht suchte. Er war jedoch den jungen Beamten gegenüber chancenlos. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um den 56- jährigen Bruder des Hauseigentümers handelte, der in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnhaft ist. Er gab zu, die Flaschen mit seinen eigenen Exkrementen befüllt zu haben. Der Grund für sein außergewöhnlich ekelhaftes Verhalten dürfte in schon länger anhaltenden Streitigkeiten mit seinem Bruder und dessen Familie gelegen haben. Während der Zeit, die der Festgenommene in der Haftzelle der Inspektion verbrachte, waren die Beamten damit beschäftigt, trotz der sich immer wieder einstellenden Übelkeit, sich und ihre Einsatzgerätschaften so gut es ging zu reinigen. In Absprache mit der Ansbacher Staatsanwaltschaft und dem Landratsamt Ansbach wurde der 56- Jährige in eine Fachklinik eingewiesen. Ihn erwartet nun eine Liste an Strafanzeigen und Schadensrechnungen.

Quelle: PI-Heilsbronn

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