Freiwillige Feuerwehr von Neuendettelsau zog Bilanz

Aktivitäten und Engagement sowie Ehrungen standen im Fokus

NEUENDETTELSAU

Krankheitsbedingt musste der Vorsitzende Wernher Geistmann sein Kommen absagen, demnach übernahm sein Stellvertreter Wolfgang Arlt diesen Part. Arlt ging auf diverse Veranstaltungen ein. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Arlt bei den tatkräftigen Helferinnen und Helfern, ohne deren Engagement so manches Vorhaben nicht möglich gewesen wäre. Einen Ausblick in die Zukunft wagte der stellvertretende Vorsitzende, als er auf das 125-jährige Feuerwehrfest vom 31. Juli bis zum 2. August 2020 zu sprechen kam. Zwar sei bis dahin noch reichlich Zeit, doch laufen die Planungen schon außerordentlich rege, gab Arlt anhand von Beispielen zu verstehen. Vielseitig und aussagekräftig war der Bericht des Kommandanten Christian Loy. Zum 1. Januar 2017 betrug der Mitgliederstand der aktiven Wehr 65 Kameradinnen und Kameraden. Im vergangenen Jahr seien zwei Neueintritte und zwei Übertritte aus der Jugendfeuerwehr zu verzeichnen, sodass der Mitgliederstand auf nunmehr 69 angewachsen ist, davon sind aktuell 28 Atemschutzgeräteträger. Der Jugendfeuerwehr gehören derzeit acht Mitglieder an, und 24 Jugendübungen wurden abgehalten. Bei den so genannten „Grisu-Kids“ sind es sieben Kinder, davon zwei Mädchen. Im Sommer 2017 gab es Veränderungen in der Führungsmannschaft. Werner Leidel stellte sein Amt als Gruppenführer zur Verfügung, Tobias Storch konnte als Gruppenführer gewonnen werden. Loy sprach von Lehrgängen an Feuerwehrschulen und solchen auf Landkreisebene. Auch Erste-Hilfe-Fortbildungen fanden statt, und in Verbindung mit dem ADAC konnte ein Fahrsicherheitstraining absolviert werden. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 35 große sowie kleine Übungen abgehalten. Loy ging auf die Verschiedenheit dieser Übungseinsätze ein und schilderte die Besonderheit der äußerst wichtigen Zusammenarbeit mit anderen Wehren. Von  Leistungsabzeichen im Bereich der technischen Hilfe war die Rede, wie auch von den Einsätzen der örtlichen Wehr. Im Vergleich zu 2016 mit 75 Einsätzen war das Jahr 2017 mit 102 Einsätzen ein doch recht turbulentes Jahr. Das waren demnach 56 technische Hilfeleistungen sowie 34 Fehl- beziehungsweise Täuschungsalarme. Überregionale Einsätze galt es zu bewältigen in Göddeldorf, Wolframs-Eschenbach, Merkendorf, Windsbach, Lichtenau, Immeldorf, Langenloh, Petersaurach und Adelmannsdorf. Auf die Autobahn wurde die Wehr 18mal gerufen. Der Kommandant ging auf etliche ausgewählte Einsätze ein und schilderte diese recht ausführlich. Im April 2017 wurde ein neuer Kommandowagen in Dienst gestellt, der bisherige wechselte zur Feuerwehr Aich-Mausendorf. Neben einer Schleifkorbtrage mit notwendigem Zubehör wurde noch weiteres Material für die Ausrüstung beschafft, wie ein Maschinenunfallkoffer, der nun die Ausrüstung des LF 20 ergänzt. Beim Ausblick auf 2018 nannte Loy noch diverse Wünsche, die es zu erfüllen gelte. Mit einem ausführlichen Bericht wartete Bürgermeister Gerhard Korn auf. Es war ein „außergewöhnlich intensives Einsatzjahr“ und Korn dankte in diesem Zusammenhang den Firmen und Unternehmen, welche die Mitarbeiter kostenlos abstellen, wenn die Feuerwehr ruft. Ferner verwies er auf die gut ausgerüstete Wehr und lobte die perfekte Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren. Großen Dank richtete er an die Aktiven der Wehr, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sind, in Notfällen Menschen mit ihrem Hab und Gut hilfreich beizustehen. Korn ging auf etliche Brandeinsätze ein und berichtete von einer Versammlung der Kommandanten der Feuerwehren im Oktober vergangenen Jahres. Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kreisbrandinspektor Hans Pfeiffer kamen auch zu Wort. Beide dankten den Aktiven für ihr Engagement und riefen die Jugendlichen auf, langjährig Tätige als Vorbilder anzusehen. Hiermit leiteten sie zu den anstehenden Ehrungen über. So erhielten Richard Lingmann und Ronald Müller für 40 Jahre aktiven Dienst ein Ehrenzeichen in Gold und Christian Loy für 25 Jahre ein Ehrenzeichen in Silber samt Urkunden. Für die „40-Jährigen“ gab es einen Gutschein für einen einwöchigen Urlaub im Feuerwehrheim in Bayrisch Gmain und für die Ehepartner zusätzlich einen weiteren im gleichen Wert von der Gemeinde Neuendettelsau.

Text + Foto: Klemens Hoppe

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