Haftbefehl nach Wohnhausbrand

FEUCHTWANGEN. (107) Wie am Freitag (17.01.2020) mit Meldung 83 berichtet, ereignete sich am Freitagmorgen ein Wohnhausbrand in Herrieden (Lkrs. Ansbach). Der Ermittlungsrichter erließ nun Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Brandstifter. Gegen 06:30 Uhr teilten Anwohner der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken mit, dass Flammen aus dem Obergeschoß eines Zweifamilienhauses in der Hinteren Gasse in Herrieden zu sehen seien. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Den Feuerwehren gelang es, das Feuer zu löschen und ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Der 22-jährige Bewohner der Wohnung wurde durch einen 47-jährigen Anwohner bewusstlos in der Brandwohnung aufgefunden und aus dem Haus gerettet. Hierbei erlitten beide Männer Rauchgasintoxikationen und mussten entsprechend in Krankenhäusern medizinisch versorgt werden. Ein weiterer Bewohner des Hauses konnte sich selbst aus dem Haus flüchten und blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf circa 250.000 Euro geschätzt. Das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei übernahm vor Ort die weiteren Ermittlungen. Hierbei verdichteten sich die Hinweise, dass der Brand durch den 22-jährigen Bewohner selbst gelegt wurde. Der Mann wurde nach der Entlassung aus dem Krankenhaus festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ansbach dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der 22-jährige Mann befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Quelle: PP-Mittelfranken

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