Happy End für Hühnerzirkus

Hühnerbande spendete 280 Euro an „Rettet das Huhn“ e.V.

MERKENDORF

Die Merkendorfer Hühnerbande spendete nun die Einnahmen aus ihrem Hühnerzirkus (wir berichteten) an „Rettet das Huhn“. Hierbei handelt es sich um einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein, der ausschließlich aus ehrenamtlichen Helfern besteht. Jährlich werden durch die über 30 deutschlandweit agierenden Mitglieder rund 6000 Hühner vor dem Tod durch den Schlachter bewahrt. In deutschen Legebetrieben werden Hühner nur bis zu einem Alter von etwa 17 Monaten gehalten und dann geschlachtet, da ab diesem Alter die Legeleistung langsam nachlässt. Dieses Schicksal erleiden jährlich rund 45 Millionen Legehennen, egal ob sie in Boden-, Freiland oder Bio-Haltung leben. Hiergegen setzt sich „Rettet das Huhn“ e.V. ein und versucht, zumindest einen Teil dieser Tiere an Privatpersonen und Gnadenhöfe zu vermitteln, damit nicht alle Hühner im Kochtopf landen müssen. Dies geschieht durch Kooperationen mit Betrieben, die ihren ehemaligen tierischen Mitarbeitern ein schöneres Restleben ermöglichen wollen. Ins Leben gerufen wurde die Initiative bereits 2007 und ist nun seit 2015 ein eingetragener Verein, der für die Rettung und Vermittlung der Hühner kein Entgelt verlangt. Vielmehr finanziert er sich rein durch Spenden. Die Merkendorfer Hühnerbande konnte nun für diesen Zweck ihre durch den Hühnerzirkus gesammelten 280 Euro spenden. Diese waren ursprünglich als Startkapital für den Ruhestand der ehemaligen Artistinnen gedacht, welche auch in ihrer Rente noch aktiv sind und beispielsweise noch in Altersheimen auftreten, um den älteren Herrschaften etwas Ablenkung zu bieten. Da die hilfsbereiten Nachbarn Cara Lämmel und Simon Eid neben dem Asyl aber auch noch ein gelungenes, mobiles „Altersheim für Hühner“ boten, suchten die Mitglieder der Hühnerbande nach einer anderen sinnvollen Verwendungsmöglichkeit für ihr Kapital. Emilia fand den Verein schließlich im Internet und so konnte Natalie Schirmer nun stellvertretend den Scheck in Empfang nehmen. Die Helfer von „Rettet das Huhn“ sind stetig auf der Suche nach neuen Unterstützern – ob finanziell oder als „Asylgeber“. Wer nun Lust hat, selbst Hühner bei sich aufzunehmen, der kann sich unter www.rettet-das-huhn.de informieren. Da sich der Verein allein aus Spenden finanziert, ist natürlich auch eine kleine Geldspritze gerne gesehen.

Text + Foto: Hellein

 

Ein Teil der Hühnerbande übergab direkt vor dem „Altersheim“ der sechs Artistinnen den Scheck in Höhe von 280 EUro an Natalie Schirmer (rechts). Lina, Hanne, Leni und Emilia kümmern sich zusammen mit der Hausherrin Cara Lämmel (links) um die Versorgung der Rentnerinnen. Zwei weitere Mitglieder der Hühnerbande, Jule und Luzie, konnten bei der Übergabe leider nicht dabei sein.

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