Hohe Nitratbelastung in Heilsbronn – die Folge einer mangelhaften Düngegesetzgebung über Jahrzehnte

HEILSBRONN (Eig. Ber.)

Der VSR-Gewässerschutz führte am 6. Juli auf dem Marktplatz in Heilsbronn Brunnenwasseranalysen durch. 39 Bürger gaben Wasserproben aus ihren Gartenbrunnen am Labormobil ab. „Wir analysierten die Wasserproben und erstellten für jede Probe ein ausführliches Gutachten zur Nutzungsmöglichkeit des jeweiligen Brunnenwassers, welches wir den Brunnenbesitzern zusandten. Damit möchten wir dazu beitragen, dass im Garten das oberflächennahe Grundwasser genutzt wird und die Trinkwasservorräte geschont werden“, erklärt Koordinator Harald Gülzow.

„In jeder 2. Probe aus den privat genutzten Brunnen stellten wir eine Überschreitung von 50 mg/l Nitrat fest“, so Gülzow. Besonders kritisch sieht er die hohen Belastungen in den Gartenbrunnen in Weiterndorf mit 112 mg/l, in Weißenbronn mit 105 mg/l, in Gottmannsdorf und in Birkenhof mit 101 mg/l und in Heilsbronn mit 92 mg/l. Andere Brunnen sind nicht so stark belastet, überschreiten aber trotzdem deutlich den Grenzwert der Nitratrichtlinie. So fand der VSR-Gewässerschutz in Großhaslach 77 mg/l Nitrat, in Göddeldorf 72 mg/l und in Neuhöflein 65 mg/l.

Die bisherigen Messwerte zeigen, dass die ständigen Änderungen bei den Düngeregelungen auf den Feldern nicht dazu beigetragen haben die Nitratbelastung erfolgreich zu reduzieren. Bürger können sich die Auswertung von den Brunnenwasseruntersuchungen im Kreis Ansbach auf der Homepage www.vsr-gewaesserschutz.de/regionales/bayern/kreis-ansbach/nitrat anschauen. Dort erfahren Brunnenbesitzer auch, wie sie noch bis Ende November eine Wasserprobe mit der Post zusenden können. Der direkte Kontakt zu Harald Gülzow: 0170-3856076.

(Vollständiger Bericht unter www.habewind.de)

Text (gek. d. Red.) + Foto: VSR-Gewässerschutz e.V.

Harald Gülzow analysiert eine Brunnenwasserprobe im Labormobil des VSR-Gewässerschutzes
Harald Gülzow erläutert die Nitratergebnisse der Aktion in Heilsbronn Fotograf Ruben Wiltsch
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