Die N-ERGIE Netz GmbH plant, ihre 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Müncherlbach und Ketteldorf (Stadt Heilsbronn) durch eine zusätzliche, parallel verlaufende Leitung zu verstärken. Die Maßnahme dient der Energiewende und Versorgungssicherheit in der Region.
Bereits in diesem Jahr werden entlang der rund sechs Kilometer langen Trasse Untersuchungen zu geschützten Tierarten durchgeführt. Der Leitungsabschnitt verläuft überwiegend über landwirtschaftliche Flächen sowie teilweise durch Wälder und Hecken.
Das Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung soll 2027 bei der Regierung von Mittelfranken eingeleitet werden. Vorgesehen ist, die bestehende Leitung zu erneuern und parallel eine zweite Trasse zu errichten. Dadurch soll die Netzkapazität aufgrund des starken Ausbaus von Photovoltaik- und Windkraftanlagen insgesamt verdreifacht werden.
Die neuen Gittermasten werden mit 40 bis 50 Metern niedriger ausfallen als die bisherigen Masten (50 bis 60 Meter). Je nach Genehmigungsverfahren könnte der Bau Ende 2029 beginnen.
Die Leitung ist ein wichtiger Anschluss an das Umspannwerk Müncherlbach, das im Rahmen des Projekts „Gabreta Smart Grids“ modernisiert wird. Künftig kann dort mehr überschüssiger Strom aus der Region in Richtung des Höchstspannungsknotens Raitersaich eingespeist werden.
Bis 2030 investiert die N-ERGIE Netz GmbH rund 1,3 Milliarden Euro in ihr Stromnetz. Allein die Verstärkung der Leitung zwischen Müncherlbach und Ketteldorf schlägt mit rund 25 Millionen Euro zu Buche.
Text (gekürzt Red.): N-ERGIE




