Konzert im Bezzelheim

Bewohner und Gäste hörten „alte Meister“

NEUENDETTELSAU

Nicht alltägliche musikalische Klänge und Gesänge waren kürzlich im Bezzelheim der Diakonie Neuendettelsau zu hören. Händel, Corelli, Mozart und Vivaldi sind musikalisch wieder zum Leben erweckt worden, ihre Kompositionen, Sonaten und Melodien, ließen den Alltag vergessen und füllten den Besucherraum schier bis auf den letzten Platz. Geige, Klavier und Gesang standen im Mittelpunkt des Konzerts, das von Hajna Gardonyi, Stilla Bencker und Inge Albrich bestritten wurde. Zu Anfang, nach einer Begrüßung durch die Pflegedienstleiterin Sabine Holste, ließ Gardonyi die Zuhörer wissen, dass sie dieses nachmittägliche Konzert als ein so genanntes „Gesprächskonzert“ gestalten werde. Das beinhaltete nicht nur Musik zum Hören sondern auch musikbezogene Gespräche und diesbezügliche Fragen. „Wie viele Saiten hat eine Geige? Welche Streichinstrumente sind bekannt?“ Etliche Bewohner konnten korrekte Antworten geben, die Beteiligung war lebhaft und äußerst rege. Gemeinsam wurden unter Mitwirkung der Künstlerinnen Lieder gesungen, welche beschwingt und froh erklangen. Ein Haus voller Musik und Gesang, ein musikalisch bunter Nachmittag sorgte eine Stunde lang für willkommene Abwechslung und frohes Miteinander in Kreise alter und behinderter Menschen. Viel Lachen und zugleich Staunen kam auf, als die Mitarbeiterin Sabine Vogt, innerhalb kürzester Zeit und unter Einweisung von Hajna Gardonyi, das Geigenspiel mit ersten Griffen auf dem Instrument erlernte. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. „Alle meine Entchen“ war zu erkennen. Des Weiteren lernten die Zuhörer einen dreistimmigen Kanon, der vom Sommer erzählte, der über das Feld kam. Kinderlieder, vierhändig am Klavier gespielt, animierten etliche Bewohner zum Mitsingen. Ländler, Gondellieder und beschwingt lustige Stücke regten zu rhythmischem Mitwippen an. Begeisterter Applaus zum Ende des Konzerts war der Dank der Zuhörer an die drei Künstlerinnen, die mit ihren Vorträgen, ob an Geige, Klavier oder mit Gesang, diese Stunde versüßten. Blumen als Dank, und dem Anlass entsprechend – Mozartkugeln – von der Heimleitung überreicht, sollten als Anerkennung für diesen unterhaltsamen Nachmittag dienen. Der Vorschlag, solche ein Treffen des öfteren zu veranstalten, wurde seitens der Heimbewohner mit zustimmendem Beifall lautstark unterstrichen und begrüßt.

Text + Foto: Klemens Hoppe

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