Mitarbeitende der Clinic Neuendettelsau beteiligten sich an bundesweiter Protestaktion

Protestaktion „Auf der Strecke geblieben“

NEUENDETTELSAU (Eig. Ber.)

Mit Plakaten und Schildern machten Mitarbeitende der Clinic Neuendettelsau im Rahmen der bundesweiten Protestaktion der Krankenhäuser am Tag der Pflege auf Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam. 70.000 Pflegekräfte fehlen. „Unter zu wenig Personal im Gesundheitswesen, leiden nicht nur Beschäftigte sondern auch Patienten und ihre Angehörigen“, erklärte Klaus Papp, 1. Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Clinic Neuendettelsau. Aufgrund von zu wenig Personal bleibt für lange Erklärungen oder Gespräche mit Angehörigen oft keine Zeit mehr, Beschäftigte können ihre Pausen nicht mehr einhalten oder müssen sogar private Verabredungen absagen. „Es passiert selten bewusst, aber bei zu wenig Leuten ist so etwas unausweichlich“, benennt Papp das Problem, dass sich im Fachjargon „implizite Rationierung“ nennt. Deshalb steht der bundesweite Aktionstag unter dem Motto „Auf der Strecke geblieben“. Papp, der die Protestaktion an der Clinic Neuendettelsau organisierte, freute sich, dass so viele Mitarbeitende die Gelegenheit nutzten, um Politik und Bevölkerung auf die Probleme aufmerksam zu machen. In seiner Funktion als Sprecher für Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie der Partei „Die Linke“ machte Harald Weinberg, Mitglied des Deutschen Bundestags, den Mitarbeitenden Mut und erinnerte sie daran, nicht aufzugeben. Die große Koalition wolle noch vor der Bundestagswahl einen gesetzlichen Auftrag erteilen für verbindliche Personaluntergrenzen in Krankenhäusern. „Das ist zwar ein Erfolg, aber nur eine kleine Lösung“, erklärte Papp. Für alle Pflegebereiche brauche es genug Personal, eine gesetzliche Personalbemessung und für jede Schicht müsse es eine Mindestbesetzung geben, betonte er.

Foto: Diakonie Neuendettelsau

Mit Plakaten und Schildern machten die Mitarbeitenden vor der Clinic auf Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam. Harald Weinberg, MdB, (links im Bild) machte ihnen Mut.

Werbung:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.