Pfarrer Josef Maget – 60 Jahre Priester

Ehemaliger Pfarrer von Veitsaurach feierte Jubiläum

VEITSAURACH

Ein seltenes Jubiläum konnte kürzlich die katholische Pfarrei St. Vitus in Veitsaurach feiern. Ihr ehemaliger Pfarrer Josef Maget, der von 1968 bis 1981 Pfarrer in Veitsaurach war und 1980 zum Dekan des Dekanats Herrieden berufen wurde, konnte sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern. Der Geistliche, der als Ruhestandspfarrer in Neumarkt lebt und dort noch manche Aufgaben zu erfüllen hat, wie er sagte, kam gern nach Veitsaurach, weil er in den Jahren als Pfarrer des Ortes eine lebendige und aufgeschlossene Gemeinde zu betreuen hatte. Pfarrer Maget wurde im Jahre 1958 in Eichstätt zum Priester geweiht und war anschließend in sieben verschiedenen Pfarreien tätig. Zunächst als Kaplan bis er schließlich nach Veitsaurach kam und dort Pfarrer wurde. In seiner Ansprache im Rahmen eines Festgottesdienstes nannte er sich selbst ein „Restmodell, Spätlese und zugleich letzter noch lebender Priester seines Weihejahrgangs von 1958“. Er sei dankbar, dass er in seinem Amt den Auftrag Jesu erfüllen konnte, Menschen zu ihm hinzuführen, auch wenn ab und zu Probleme auftraten, die es zu bewältigen galt. Sein Ziel sei es stets gewesen, nach einem arbeitsreichen Leben in die ewige Herrlichkeit des Himmels einzugehen. Jesus brauche Nachfolger, die das Wort Gottes verkünden und keine bloßen Bewunderer, so Pfarrer Maget. Den Festgottesdienst feierte der Jubilar mit dem derzeitigen Pfarrer von Windsbach und Veitsaurach, Hans-Josef Peters, der sich freute, mit ihm gemeinsam die heilige Messe zelebrieren zu dürfen. Bevor jedoch zu einem Empfang für alle Gemeindeglieder ins Pfarrhaus geladen wurde, trat die Kirchenpflegerin Irmgard Kamke ans Mikrofon und ließ in ihrer Laudatio die Zeit mit Pfarrer Maget in Veitsaurach Revue passieren. „60 Jahre Priester zu sein im Dienst der Kirche Jesu Christi und des Volkes Gottes ist ein hohes Maß an Verantwortung. Diese Verantwortung haben Sie mit hoher geistiger Fähigkeit, Geschick, Menschenfreundlichkeit und immensem Fleiß erfüllt. Daher wurden Sie auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sie haben sich um unsere Pfarrei verdient gemacht.“ Die Kirchenpflegerin zählte noch etliche Neuerungen auf, die Pfarrer Maget seinerzeit in Angriff genommen hatte. Im sportlichen Bereich habe er neben der Sparte Fußball auch eine Damengymnastikabteilung gegründet, die im vergangenen Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern konnte. Auch bauliche Veränderungen im und am Gotteshaus kamen zur Sprache wie ebenso das kostbare Geschenk mit der Herausgabe des Buches „Geschichte der Pfarrei Veitsaurach“ von Senatspräsident a. D. Ludwig Hefele, in welchem umfangreich nicht nur die Kirchengeschichte sondern auch alle Häuser der Pfarrei Veitsaurach dokumentiert wurden. Ein Werk für künftige Generationen, so Kamke. Beim anschließenden Empfang im Pfarrhaus hatten die Gemeindeglieder reichlich Gelegenheit, mit ihrem ehemaligen Pfarrer zu reden und Erinnerungen auszutauschen, die das Leben des Geistlichen in Veitsaurach betrafen und in vielerlei Hinsicht auch mitbestimmten.

Text + Fotos: Klemens Hoppe

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