Der Chorleiter des Gesangvereins dirigierte sein letztes Konzert
WOLFRAMS-ESCHENBACH
Eigentlich war das Sommerkonzert des Gesangvereins „Frohsinn 1860“ Wolframs-Eschenbach auf dem Kirchenvorplatz geplant. Bestuhlt waren die Reihen auch schon. Doch dann machte ein kräftiger Regenschauer den Plan der Verantwortlichen zunichte. Man fand jedoch adäquaten Ersatz: Im Liebfrauenmünster konnte Chorleiter Hartmut Kawohl sein letztes Konzert dirigieren. Er möchte kürzertreten. Die Chorfamilie ist auf Nachfolgersuche.
Münsterpfarrer Thomas Swat bot seine Kirche spontan als Ersatzspielstätte an. Und so zogen die Sängerinnen und Sänger in das Gotteshaus. Swat begleitete auch einige vorgetragene Lieder des Gesangvereins mit seiner Gitarre.
Die Sängerinnen und Sänger trugen Ohrwürmer aus fast 60 Jahren vor. Mit „Here comes the Sun“, dem nach Meinung von Chorleiter Kawohl nach „eines der schönsten Lieder der Beatles“, sehnten sich die Mitwirkenden nach dem vom Regen vertriebenen Sonnenschein. Songs der schwedischen Popgruppe ABBA schlossen sich an, oder auch der Jazz-Klassiker „What a wonderful World“ aus dem Jahr 1967 des US-Amerikaners Louis Armstrong. Die Zuhörer erfuhren von Kawohl, dass der Jazztrompeter und Sänger mit dem Stück ein „Zeichen gegen den Vietnam-Krieg setzen wollte und zeigen, „dass die Welt wunderschön ist.“
Am Klavier begleitete den Chor Thomas Burger. Der Kinderchor „Singfreunde“ hatte einen Auftritt beim Sommerkonzert. Als weiterer Gast gestaltete Fred Munker mit seinem Akkordeon einen Konzertabschnitt. Er nahm die Gäste mit auf eine musikalische Reise nach Frankreich und Italien. Zum Abschluss bedankte sich das Leitungsteam des Gesangvereins, Maria Seitz und Birgit Horndasch, bei ihrem Chorleiter für die vergangene Zeit. Hartmut Kawohl hört nach sieben Jahren Leitungsfunktion auf.
Text + Fotos: Daniel Ammon







