NEUENDETTELSAU (Eig. Ber.)
Seit 1995 gehört die Reittherapie zu Diakoneo. Zwei Reitpädagoginnen, zwei Freiwillige im Sozialen Jahr und drei ganz besondere Therapiepferde begleiten Woche für Woche bis zu 32 Kinder und Erwachsene. Für viele ist die gemeinsame Zeit mit Bailey, Okie und Toffee ein Höhepunkt der Woche – und gleichzeitig eine Therapie, die sich gar nicht wie Therapie anfühlt.
Was von außen wie eine Reitstunde aussieht, ist in Wirklichkeit viel mehr. Denn auf dem Rücken der drei Pferde funktioniert die Therapie fast schon spielerisch nebenbei. Die Reiterinnen und Reiter lernen Balance und Körperkoordination und wie sie sich in andere Lebewesen besser hineinversetzen können. „Schon allein so ein großes Tier von A nach B zu lenken ist für viele ein tolles Erfolgserlebnis“, erklären die Reitpädagoginnen Simone Ströfer und Annika Mayer. Gerade viele Klienten, die im Alltag häufig unruhig sind oder Schwierigkeiten damit haben, Nähe zuzulassen, werden in der Nähe der drei Pferde häufig ruhiger und freuen sich auf den Kontakt mit den Tieren. Gerade Kinder erleben im Alltag oft viele Therapietermine. Auf dem Pferd steht dagegen der Spaß im Vordergrund. Dass sie dabei gleichzeitig lernen, sich entwickeln und über sich hinauswachsen, merken viele erst später. Oder, wie Simone es selbst beschreibt: „Die Pferde sind Therapeuten, ohne dass es auffällt.“
Text (gek. d. Red.): Amanda Marien / Fotos: Frank Rumpenhorst






