Veeh-Harfen im BRK-Senioren-Wohnheim

Bewohner bildeten „Senioren-Singkreis“

WOLFRAMS-ESCHENBACH

Der große Speisesaal im Senioren-Wohnheim des BRK in Wolframs-Eschenbach war fast bis auf den letzten Platz belegt, Rollatoren und Rollstühle bestimmten das Bild und selbst die Sitzplätze an den Tischen waren besetzt. Wussten doch alle, dass die Veeh-Harfen-Freunde des Therese-Stählin-Heims aus Neuendettelsau kommen, um mit ihnen zu singen und auf den Veeh-Harfen zu spielen. Das war eine große Freude und eine willkommene Abwechslung, die musikalischen Gäste wurden mit Beifall empfangen. Das Personal des Hauses hatte dafür gesorgt, dass die Bewohner rechtzeitig ihre Plätze eingenommen hatten und jeder von ihnen die Musikerinnen und den Musiker gut sehen konnte. Liederbücher wurden ausgeteilt und ein Moderator gab die Liedfolge bekannt wobei er mit einem zu den Liedern passenden Spruch oder einem kurzen Witz die Zuhörer zum Lachen brachte. Knapp zwanzig Lieder waren zu hören und ein Großteil der Bewohner sang freudig mit. Die wahre Freundschaft, die Vögelein im hohen Baum, die Rosen in Tirol und der schönste Wiesengrund wurden besungen, gefolgt vom schönen Land, dem Ännchen von Tharau, dem Knab´, der ein Röslein stehen sah sowie vom lieben Augustin. Bei einigen Melodien konnten die Sängerinnen und Sänger eine Singpause einlegen, erklangen die Veeh-Harfen zu Liedern ohne Texte. Knapp neunzig Minuten war im Speisesaal musikalisches Liedgut zu hören, das viele Bewohner und auch die anwesenden Besucher, aus ihrer Jugendzeit kannten. Mehrere Senioren benötigten kein Liederbuch, sangen sie auswendig die Volkslieder begeistert mit. Kaffee und duftendes Schmalzgebäck hatte das Pflegepersonal aufgetischt, sehr zur Freude der Bewohner, die „vor lauter Singen kaum zum Essen kamen“, wie eine Seniorin freudestrahlend bemerkte. Beim Verabschieden der Veeh-Harfen-Freunde wünschten sich die Bewohner ein abermaliges Kommen und Musizieren. „Sie müssen wiederkommen – und zwar in der Adventszeit“, wurde mit erkennbarer Vorfreude und lautstarkem Beifall unterstrichen.

Text + Foto: Klemens Hoppe

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