Von der Liebe zu Mofas

WOLFRAM-ESCHENBACH

Der Geruch von Abgasen, das laute Dröhnen der Motoren, Teamgeist und Spaß. Das sind die Zutaten, die das Mofa-Ausdauerfahren in Wolframs-Eschenbach zu einem besonderen Event gemacht haben. Am Ende gibt es für die teilnehmenden Teams umjubelten Applaus ihrer Fans.

Es ist Samstagvormittag. Noch eine halbe Stunde bis zum Start auf dem Acker am Ortsrand der Minnesängerstadt. In der Boxengasse reihen sich Zelt an Zelt der 33 angemeldeten Mannschaften. Bis zuletzt legen die Teams noch Hand an ihre Mofas, die dann sieben Stunden Runde für Runde auf den mit Flatterbändern markierten Kurs um Runden „kämpfen“. Die Veranstaltung haben die „Breitenbronner Spritzlappen“ organisiert. Dahinter stehen Rainer Fetz, Florian Stahl, Bernhard Schweigert, Bernd Sitzmann und Steffen Wurm. Anfang der 2000er Jahre fuhren sie Rennen mit ihren Mofas in der näheren und weiteren Umgebung.

Mit der Startnummer 22 nimmt das Team „Summerhall“ teil. „Als Clique haben wir uns entschieden, da einfach mitzumachen“, erzählt Paula Heidingsfelder. Sie schraubten aus zwei Honda-Maschinen ein funktionstüchtiges Mofa zusammen. „Unser Ziel ist, durchzuhalten“, so die Merkendorferin. Auf Rundenjagd gehen Sebastian Binder, Sebastian Ammon und Daniel Wagner. Um kurz vor zehn Uhr sammeln sich die Fahrer am Startpunkt. Nach dem Startschuss setzen sich die ersten Mofas vom Fahrerfeld ab. Transponder an den Maschinen zählen die gefahrenen Runden. Die Strecke weist mit einer Rampe und Wasserlöchern ein paar Besonderheiten auf. Auch ein paar Enduros, also Geländemofa, kann man auf dem Rundkurs entdecken, die natürlich Vorteile im Vergleich zu den Mofas haben.    

Boxen- und Tankstopps sind natürlich Routine bei sieben Stunden Dauerbetrieb. Manches Team muss aufgeben. Doch die Honda der „Summerhall“ dreht weiterhin ihre Runden. Als um Punkt 17 Uhr Schluss ist, sind alle glücklich, aber geschafft. Beim Team „Summerhall“ ist alles glatt gegangen. „Wir sind sehr stolz auf unseren erreichten Platz“, freuen sich die Fahrer und die gesamte Mannschaft. Am Ende winkt Rang 19 mit 127 gefahrenen Runden; besser als erwartet.

Rainer Fetz von den „Breitenbronner Spritzlappen“ zieht ein positives Fazit: „Wir haben von jeder Seite nur positive Rückmeldungen erhalten.“ Er sei froh, dass es mit der Logistik so gut geklappt hat. Über 3.000 Menschen hätten den Weg zum Ausdauerfahren gefunden. Ohne größere Unfälle sei es vonstattengegangen, freut sich Fetz.

Text + Fotos: Daniel Ammon

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