Waltraud Hensel älteste Mitarbeiterin der Gemeinde

80 Jahre und kein bisschen müde

NEUENDETTELSAU

„Es ist schon ein eher ungewöhnlicher Ort, seinen 80. Geburtstag im Foyer der Grund- und Mittelschule von Neuendettelsau zu feiern“, meinte Bürgermeister Gerhard Korn in seinem Grußwort, „und ganze Schulklassen kamen, um ihr zu gratulieren.“ „Dass man seinen 80. Geburtstag auf der Arbeitsstelle feiert – und zwar auf der aktuellen, nicht der ehemaligen – ist noch ungewöhnlicher.“ Demnach ist Waltraud Hensel die älteste Mitarbeiterin der Gemeinde, so der Bürgermeister. Für sie gibt es keinen eigenen Personalakt, doch weiß man im Rathaus, dass die Jubilarin seit 25 Jahren als Betreuerin für die Busschülerinnen- und -schüler tätig ist. Von der Rektorin Franziska Hruschka hat Korn gehört, dass Waltraud Hensel „trotz oder gerade wegen ihres Alters von den zu betreuenden Schülerinnen und Schülern geschätzt und respektiert wird.“ Das war auch im Rahmen der Feierstunde sofort zu erkennen. Eine Schulklasse sang, eine andere trug Gedichte vor und erfreute die Jubilarin sowie die anwesenden Gäste, Schülerinnen und Schüler, mit einem lustigen Singspiel. Der Bürgermeister überreichte Hensel zwei Neuendettelsau-Tassen gefüllt mit Süßigkeiten – auch als Nervennahrung, wie Korn es formulierte und bedankte sich somit für dieses außergewöhnliche Engagement. In ihrer Laudatio mutmaßte Rektorin Franziska Hruschka, „dass wir heute jemanden feiern, den es so bestimmt an keiner einzigen Schule in Bayern gibt. Unsere Buskinderbetreuerin Frau Hensel feiert aktiv im Dienst ihren 80. Geburtstag. Jeder kennt sie, jeder mag und schätzt sie. Es ist die Dame mit dem silbernen Pagenkopf und den modischen Ohrringen, die immer passend zur Kleidung ausgewählt sind. So treffen wir sie jeden Tag mindestens zweimal an unserer Schule an, um unsere Buskinder, das sind zwischen 30 und 40 Schüler aller Altersstufen, zu betreuen.“ Waltraud Hensel scheint eine „Geheimwaffe“ zu besitzen, die gleichsam entwaffnend auf jeden Schüler wirkt: Es sind Freundlichkeit, Zuneigung, Geduld, Zuhören können und eine Portion Humor. Und das ist genau das, was viele der Schüler brauchen. Ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte sowie eine liebevolle Geste oder aufmunternde Worte. Von einer „Schuloma“, wie es sie kein zweites Mal gibt, sprach die Vorsitzende des Elternbeirats Doris Reinelt. Sie gab zu verstehen, „dass wir Eltern froh sind, sie in unserer Schulfamilie zu haben.“ Als sichtbares Zeichen des Dankes gratulierten ihr neben Bürgermeister Korn, den Lehrern und Gästen besonders die Schüler. Sie überreichten der Jubilarin 80 Rosen, welche die Schülerinnen und Schüler jeweils einzeln in einen großen Korb steckten, bis dieser schier überzuquellen drohte.

Text + Fotos: Klemens Hoppe

 

Gratulation Elternbeiratsvorsitzende Reinelt

Gratulation der Schüler mit Rosen

 Gratulanten mit der Jubilarin in der Mitte

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