Wenn der Hase Eier legt…

Eier in jeder Farbe und Form, gekocht, gefärbt, aus Schokolade oder Gelee, vom Hasen gelegt und im Garten versteckt – es muss wohl Ostern sein.

Ostern, das höchste Fest der Christen, das Symbol des Sieges des Lebens über den Tod und das Fundament des christlichen Glaubens. Was hat das nun alles mit bunten Ostereiern zu tun? Bemalte Eier sind schon seit der Antike bekannt. Erst als Grabbeigabe, dann aufgrund der Fastengebote der katholischen Kirche, die vorschrieben, dass keine tierischen Produkte gegessen werden durften. Da Eier aber kostbar waren, wurden sie während der Fastenzeit gekocht, um sie haltbar zu machen und unterschiedlich eingefärbt, um so das Alter der Eier zu kennzeichnen. Dass nun ein Hase diese Eier legt und versteckt, wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert als Fabel zur Erheiterung von Jung und Alt erzählt. Der richtige Osterhasenboom begann allerdings im 19. Jahrhundert, als die Herstellung günstiger Industrieschokolade möglich wurde. Dadurch nahm der Osterhase in Form von Schokohasen Gestalt an und ist seither fester Bestandteil des Osterbrauchtums.

Leider bringt der Osterhase schon lange nicht nur Eier und Süßigkeiten, auch an Ostern hat der Kommerz die Regie übernommen. Ab Aschermittwoch findet man überall bereits die ersten Schokohasen und sonstige österlich süße Köstlichkeiten sowie alles, was man zur umfangreichen Osterdekoration und für die reichhaltigen Geschenkenester benötigt. Wer denkt da noch an den armen kleinen Hasen, der all diese Dinge rechtzeitig zum Ostersonntag liefern und verstecken muss?

Text: UD

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