MERKENDORF
Anfang September, wenn der Sommer langsam in den Herbst übergeht, ist traditionell die Merkendorfer Kirchweih. Bei strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise stellten die Kerwabuam in Rekordzeit den 30 Meter hohen Kirchweihbaum auf dem Marktplatz auf. „Ich habe jedoch nicht nachgemessen“, lachte Bürgermeister Stefan Bach auf Nachfrage. Beim Bieranstich hatte er nicht so viel Glück. Es wurde eine feuchte Angelegenheit.
Unter den Klängen der Blaskapelle Thürnhofen geleiteten die 60 Kerwabuam und -madli den stattlichen Baum zuvor mit den Stadträtinnen und Stadträten sowie dem Rathauschef auf den Markplatz, wo die jungen Männer diesen unter den Augen zahlreicher Schaulustiger in die Senkrechte stemmten. Das Kommando hatte Pascal Eischer inne. „So schnell habt ihr das noch nie geschafft“, sagte Stefan Bach später im Festzelt anerkennend. Schmunzelnd merkte er im kleinen Kreise an, dass für die Kerwabuam ein Alkoholverbot gelte, bis sie ihre Arbeit erledigt hätten. Dafür feierten die jungen Leute dann umso kräftiger. Genau wie der Rest der Besucherinnen und Besucher. Alle fieberten dem Bieranstich entgegen. Stefan Bach machte dies nicht zum ersten Mal. Doch heuer hatte er mit dem Zapfhahn nicht so viel Glück und das Bier schoss erst einmal auf den Boden und bespritzte die ersten Reihen im dicht besetzten Festzelt. Das Bier konnten Bach und Festwirt Dieter Bogenreuther mit Georg Dorn von der gleichnamigen Brauerei noch retten. „Wir lassen heute die Sau raus“, gab der Bürgermeister das Motto für die tollen Tage im Anschluss über das Mikrofon bekannt.
Am Samstag ging es gleich weiter mit dem Feiern mit den „Wittmann’s Buam“ und einer DJ-Party. Am Sonntag stand erst einmal der Kirchgang an. Das war für manchen Gottesdienstbesucher eine kurze Nacht. Im Anschluss öffnete der Jahrmarkt in der Altstadt und lud zum Bummeln ein. Der Montag klang gemütlich mit dem Frühschoppen des Sportvereins aus.
Text + Fotos: Daniel Ammon












