Brunnen am Rathaus Petersaurach wieder geschmückt

Team aus drei Generationen half zusammen

PETERSAURACH (Eig. Ber.)

Traditionell wird in Petersaurach der Rathausbrunnen zum Lätaresonntag geschmückt. Lätare bedeutet „Freut euch“ – somit ist es ein kleines Ostern in der Mitte der Passionszeit. Äußerlich wird dies auch durch die Sträuße, die an diesem Sonntag am Brunnen verteilt wurden, deutlich. Sie sollen einem anderen Menschen Freude bereiten, man trägt sie ins Krankenhaus, Altenheim oder einfach zum Nachbarn, der nicht mehr so mobil ist und gibt so eine kleine Freude weiter. Im Rahmen eines Mehrgenerationenprojekts wurde das Brunnenschmücken heuer von einer breiteren Basis unterstützt und das Team stark verjüngt. Denn die Kindergartenkinder hatten 150 Eier in der Schuhschachteltechnik gefärbt und waren sehr stolz, ihre Kunstwerke jetzt im unteren Bereich des Brunnens zu finden. Auch die vier Girlanden neben den Steinfiguren werden durch die Kiga-Eier geziert. Eine vielköpfige Familie hat in den Faschingsferien 200 Eier marmoriert. Die Konfirmanden schließlich banden unter fachkundiger Anleitung der „alten Hasen“ die Lätaresträuße aus jeweils drei blühenden und einem immergrünem Zweig, sowie zwei lila Schleifen und einer rosanen oben in der Mitte. Bereits am ersten Bindetermin wurden in drei Stunden von 22 fleißigen Händen die Buchsgirlanden fertig gebunden. Alt und Jung half zusammen, die jüngste Helferin war 13, die älteste 69 Jahre alt. Zum Aufstellen der Brunnenverzierung waren dann die Männer gefragt. Den Transport mit dem betagten Dieselross und Hänger übernahm ein 58jähriger mit seinem 15- jährigen Neffen – und zum Aufsetzen der schweren Krone, hoch über den Köpfen, waren die Frauen auch dankbar, dass dies zwei größere Männer übernommen haben. Von der bisherigen „Osterbrunnenchefin“ Hildegard Schäf übernahm heuer Claudia Schröder die Organisation. Sie war überwältigt von der Hilfe zur Gestaltung des Brunnens. Vereinsübergreifend sind die  Helfer vom Frauenkreis der Kirchengemeinde, des Obst- und Gartenbauvereins und dem Kindergartenteam gekommen. So konnte Claudia Schröder ihr Projekt im Rahmen ihrer Ausbildung zur Generationenmentorin erfolgreich abschließen. Herzlicher Dank geht auch an die Konfirmanden, dem Team der Kindertagesstätte Auenland, den Buchszweigspendern und der politischen Gemeinde für die Unterstützung.

Text + Foto: Claudia Schröder

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