Dorffest in Wollersdorf

Kinder stellten ihren Kirchweihbaum auf

WOLLERSDORF

Wie jedes Jahr, kurz vor dem Ende der großen Ferien, fand in Wollersdorf das traditionelle Dorffest statt, bei dem die Kinder ihren eigenen Kirchweihbaum aufstellten – natürlich unter tatkräftiger Mithilfe der Eltern. Eine stattliche Anzahl von Kids fieberte förmlich dem großen Ereignis entgegen, ist es doch stets mit Freude und viel Spaß verbunden, wenn es ans Aufrichten des Kirchweihbaumes geht. 13 Meter ragt der geschmückte und verzierte Baum in die Höhe, gleich neben dem Dorfgemeinschaftshaus hat er seinen angestammten Platz. Etwa dreißig Kinder, von den kleinsten bis zu den Schulkindern, schickten sich an, kräftig zuzulangen. In ihren weißen Hemden, angetan mit rot-weißem Halstuch, ließen sie es sich nicht nehmen, auch beim Singen der Kerwalieder lautstark und schier unüberhörbar – vereinzelt sogar textsicher –  mitzusingen. Die Erwachsenen staunten nicht schlecht, wie reibungslos der Kirchweihbaum in die Höhe wuchs, bis er schließlich in ganzer Größe aufgerichtet und am Stamm fest eingestampft war. Die Lieder begleitete fröhlich singend ein Musikant mit dem Akkordeon und die Kinder freuten sich außerordentlich, hatten sie doch schon lange auf ihren großen Auftritt gewartet. Nach getanes Arbeit war eine Stärkung mit Gegrilltem und kühlen Getränken angesagt oder aber eine Runde Springen und Herumtollen in der Hüpfburg gleich neben dem bunten Treiben auf der Festwiese. Auch Kinderschminken fand Anklang, so manche Blume oder Schmetterling im Gesicht mischten sich unter das Publikum. Für die Größeren war eine Bar eingerichtet und im Festzelt ließen es sich die Besucher, die aus nah und fern gekommen waren, sichtlich gut schmecken. Die Grillmeister sorgten dafür, dass mit dem Duft von Steaks und Bratwürsten der Appetit schier ins Unermessliche wuchs, und die Schankkellner taten das ihre, sie ließen das Bier reichlich fließen. Zur Untermalung mit Musik war es schön zu feiern, obwohl – fast aufs Stichwort, exakt nach dem Aufstellen des Kirchweihbaumes – einige Regentropfen fielen. Doch das störte niemanden. Die große Hitzeperiode der letzten Wochen schien vorüber, Mensch und Tier konnten wieder etwas frischer durchatmen – sodass das Nass von oben, vielfach herbeigesehnt, keinen Unmut aufkommen ließ. Bis spät in die Nacht hinein wurde gefeiert, war es doch eine willkommene Gelegenheit, wieder einmal zusammenzusitzen, zu plaudern, zu singen und fröhlich zu sein.

Text + Fotos: Klemens Hoppe

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