Feuerwehr Schlauersbach-Kirschendorf blickte zurück

Kommandant gab ausführlichen Jahresbericht 2018

KIRSCHENDORF

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) von Schlauersbach-Kirschendorf war gut besucht, der Saal in Kirschendorf war bis auf den letzten Platz besetzt. Zu den Gästen zählte neben Kreisbrandinspektor Hans Pfeiffer und Kreisbrandmeister Alfred Popp auch der Lichtenauer Bürgermeister Uwe Reißmann. Besonders erfreut zeigte sich die Versammlung, dass der stellvertretende Landrat Kurt Unger nach Kirschendorf gekommen war. Der Vorsitzende und Kommandant Gerd Vogel zeigte die Aktivitäten des vergangenen Jahres auf. Zunächst war von der Personalstärke die Rede; 24 aktive und 18 passive Mitglieder gehören der örtlichen Feuerwehr an. An ersten Samstagen im Monat findet Probealarm mit technischem Dienst statt und das Osterfeuer, Anfang April geplant, musste schlechter Witterung zufolge abgesagt werden. Ferner war vom „Auswintern“ die Rede, das Aufstellen des Maibaums und notwendige Reparaturarbeiten an technischen Geräten und am Gerätehaus gehörten ebenfalls zu Themen des Berichts. Von insgesamt vier Alarmierungen sprach Vogel. Der Brand eines Mähdreschers und ein Wildunfall waren Anlässe von Einsätzen. Ein umgestürzter Baum auf der Fahrbahn musste beseitigt werden und schließlich war wegen eines Brandes in Großhaslach Bereitstellung erforderlich. Eine Einsatztätigkeit war nicht vonnöten. Im November standen zwei Lehrgangstermine auf dem Programm, und das „Einwintern“ der Hydranten und Geräte erfolgte Ende November und Anfang Dezember. Zu den erfreulichen Zusammenkünften sollte ein Grillfest mit der Dorfgemeinschaft gehören, das aus unterschiedlichen Gründen ausfallen musste. Der Einladung zur Fahrzeugschau mit Vereinsjubiläum der Windsbacher Feuerwehr samt Festumzug waren 16 Aktive gefolgt. Der Bericht von Schriftführer Hans Schmidt gab Rückblicke ins Jahr 2017. Um eine Vervollständigung der Vorstandschaft abzurunden, sei noch gesagt, dass der Stellvertreter des Kommandanten Martin Fischer heißt und im Bedarfsfall stets zuverlässig eingreift. Erfreulich für die FFW vor Ort ist die Tatsache, dass sich zwei Neue der Mannschaft angeschlossen haben. Eva Vogel und Simon Lang erklärten sich bereit, der Feuerwehr künftig aktiv anzugehören. Mit viel Beifall wurde dies begrüßt. Ein außerordentlich wichtiges Thema griff Bürgermeister Reißmann auf – und zwar der oftmalige Ärger mit schaulustigen und bedrängenden Bürgern an Einsatzorten, zu denen Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei gerufen wurden. Nulltoleranz sei hier angesagt. Es gehe nicht an, dass Hilfskräfte angegriffen werden, während sie anderen Menschen helfen. Derartige Unvernünftige und Aggressive gehören angezeigt. Fotoaufnahmen und Kfz-Zeichen sollten der Polizei zur Verfügung gestellt werden, um möglicherweise eine Strafverfolgung einzuleiten. Ähnlich äußerte sich Kreisbrandinspektor Pfeiffer. Ihm gehe es auch darum, Rettungskräfte vor derart pietätlosen Fotografen und ähnlich Störenden zu schützen, die selbst bei schweren Unfällen ihr Handy zücken, um Schwerverletzte und sogar Tote abzulichten und die Bilder ins Netz stellen. Pfeiffer ging noch ausführlich auf das Feuerwehrgeschehen in der Region Ansbach ein, warb um Jugendliche, sich der Feuerwehr anzuschließen, um beim Ausscheiden von älteren Aktiven die ansonsten entstehende Lücke zu schließen. Ausbildung durch Lehrgänge sei wichtig, um fachgerecht agieren zu können, wenn der Bedarfsfall eintrete. Abschließend hoben sowohl Pfeiffer als auch Reißmann die Wichtigkeit einer guten und hilfsbereiten Dorfgemeinschaft hervor, die bei Festlichkeiten sowie Hilfseinsätzen zusammenhält und aktive Nachbarschaftshilfe zeigt. Ein Ausblick auf das laufende Vereinsjahr mit Diskussion schloss die Versammlung ab.

Text + Foto: Klemens Hoppe

Neu bei der Feuerwehr: Simon Lang und Eva Vogel.

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