Kammermusik in der Merkendorfer Stadtkirche

MERKENDORF

Im Rahmenprogramm des „Fränkischen Sommers“ war dieses Jahr der Auftritt von „Gioco di Salterio“ in Merkendorf als sechste Station enthalten.  Marion Treupel-Franck, Birgit Stolzenburg und Michael Eberth zogen Besucher aus nah und fern in die Stadtkirche. Bürgermeister Hans Popp begrüßte seine Gäste und freute sich über den zahlreichen Besuch. Er würdigte die Arbeit von Intendant Wolfgang Riedelbauch, der aufgrund von Krankheit leider nicht anwesend sein konnte und dieses Jahr zum letzten Mal den „Fränkischen Sommer“ leitet. Für die Pause lud Popp zu Getränken und Speisen ins benachbarte Gemeindehaus. Das Programm des Abends basierte auf der Affinität Friedrichs des Großen zur Kammermusik, der selbst Johann Joachim Quantz zum Flötenlehrer hatte. Quantz stellt im Hinblick auf die Flöte den bedeutendsten Künstler, Komponisten und Schriftsteller des 18. Jahrhunderts in Europa dar. Er ist zudem der Hauptvertreter des sogenannten „Berliner Stils“, der italienische Formen mit französischen Elementen verbindet. Auch der Flötist, Fagottist und Komponist Jean Daniel Braun ist ein Vertreter dieses Stils und fand seinen Platz im Programm. Außerdem wurden Lieder von Emanuelle Barbella, Antonio Cabezón, Girolamo Cavazzoni, Diego Ortiz und Dario Castello gespielt. Marion Treupel-Franck ist Dozentin für Traversflöte an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seit über 10 Jahren tritt sie zusammen mit Birgit Stolzenburg auf. Diese lehrt ebenfalls an der Hochschule für Musik und Theater in München das Spiel auf dem Hackbrett und regte auch schon dazu an, neue Stücke für ihr Instrument zu schreiben. Eine kleine Premiere stellte der gemeinsame Auftritt mit Michael Eberth dar. Zum ersten Mal spielte er bei „Gioco die Salterio“ die Truhenorgel. Eberth ist Dozent für Cembalo, Clavichord, Generalbass und Kammermusik an der oben erwähnten Hochschule in München. Er konzertierte ebenfalls bereits mit zahlreichen Solisten und Ensembles. Zudem ist er auch als Solist tätig und tritt mehr oder weniger in der ganzen Welt auf. Am Ende der gut besuchten Veranstaltung konnten die Besucher das Ensemble zu einer Zugabe bewegen, die von den Musikern auch gerne gewährt wurde.

Text + Foto: Marina Hellein

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