Manege frei für 245 angehende Zirkuskünstler!

HEILSBRONN

Durch den buschigen Fußweg Richtung Ketteldorfer Eck windet sich eine bunte plappernde Schlange. Alle 245 Jungen und Mädchen der Grundschule Heilsbronn haben nämlich heute gemeinsam mit ihren Lehrerinnen ein Ziel: Das blaue Zirkuszelt hinter der Hohenzollernhalle. „Manege frei und Vorhangauf!“ singen die Kinder im Zelt, und Zirkusdirektor Andreas Bleßmann tritt auf. Die Projektwoche Zirkus hat begonnen. In zwei Parallelgruppen werden die Erst- bis Viertklässler lernen, wie man Hühner und Ziegen dressiert, jongliert, am Drahtseil  oder Trapez turnt, wie ein Fakir Feuer schluckt, zaubert oder als Clown durch die Manege stolpert. Zehn Trainer des „Projektzirkus Probst“ aus Sachsen-Anhalt stehen dafür zur Verfügung. Sie werden an zwei Vormittagen mit den Kindern ein buntes echtes Zirkusprogramm einstudieren. Nach einer Generalprobe am Mittwochvormittag wird dann jede Gruppe zwei öffentliche Vorstellungen geben. Zunächst geben die Zirkusleute den Kindern aber ein Kostprobe ihres Könnens. Die heimlichen Stars sind dabei schnell ausgemacht: Vier kleine Hunde und ein Haufen Zwerghühner sowie Feuerkünstler und ein Fakir, dessen Nagelbrett die Kinder alle anfassen dürfen. Jonglage, Trapezkunst am Doppelseil, Zauberei, Clownerie und mehr: Dies ist ein echter Zirkus mit waschechter Zirkusatmosphäre. Natürlich gab es im Vorfeld viel zu tun, wie Schulleiter Martin Roth berichtet. Mit Lehrern und Eltern wurde ausführlich über Machbarkeit und Finanzierung gesprochen, und am Ende waren, trotz Gesamtkosten von über 6000 Euro,  alle im Boot. Dabei halfen großzügige Spenden der Sparkassenstiftung (2000 Euro) sowie 4000 Euro von der Heilsbronner Bürgerstiftung, die Stiftungsvorstand Michael Gebhard im Sand der Manege an den Schulleiter überreichte. Es kann also sogar sein, dass der zu Beginn beschlossene Beitrag von 24 Euro pro Kind sich noch verringert oder sogar ganz wegfällt. Die Kinder interessiert jetzt erst einmal nur eins: „Manege frei und Vorhang auf!“ Die bunte Zirkuswelt wartet auf sie.

Text + Foto: Susanne Hassen

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