NEUENDETTELSAU
Wenn Andreas Steinbauer eines bewiesen hat, dann das: Wer lange genug an einem Traum festhält, kann ihn irgendwann auch anzapfen. Am ersten Juniwochenende wurde die Brauerei Steinbauer bei bestem Biergartenwetter unter schattigen Bäumen eröffnet. Zahlreiche Gäste sorgten für volle Bänke, gute Gespräche und beste Stimmung. Die Feuerwehrkapelle Neuendettelsau spielte auf, und mit regionaler Küche sorgte der Gasthof Keim für das leibliche Wohl – alles rund, alles echt, alles fränkisch. Und überall war die Freude über den Brauer, seine Frau und das gesamte Team spürbar.
Angefangen hat alles deutlich kleiner – und deutlich improvisierter: Seinen ersten eigenen Sud setzte Andreas Steinbauer im heimischen Keller im Wurstkessel an. Kein Scherz, kein Marketing, sondern echter Anfang. Aus dem Hobby wurde Leidenschaft, und aus der Leidenschaft ein Plan. Nach seiner Ausbildung bei der Stadtbrauerei Roth und Stationen in weiteren Brauereien ließ ihn der Gedanke an die eigene Braustätte nicht mehr los.
Im Mai 2025 begann der Bau der Brauerei, ein Jahr später wurde bereits eröffnet. Gebraut wird künftig vor allem für den Fassbierausschank direkt vor Ort – ehrlich, frisch und ohne Umwege. Die Flaschenabfüllung von Rubin, Pils und Co. bleibt weiterhin in Burgkunstadt. Eine kleine Brauerei muss nicht alles selbst machen – nur das Bier richtig gut.
Auch das „Spundloch“ bleibt erhalten und wird weiterhin parallel zur Brauerei betrieben – wie es passt und wie es das Leben erlaubt.
Die Eröffnung war damit mehr als ein Festakt. Sie war die Verwirklichung eines langen Weges vom Keller-Sud bis zur eigenen Brauerei – gefeiert mit Familie, Freunden, Wegbegleitern und vielen Gästen, die genau wussten: Das hier ist kein Anfang von irgendwo, sondern die Fortsetzung einer ziemlich langen Geschichte.
Text + Fotos: CS








