Yes EU can!

Auch gegen ausbeuterische Kinderarbeit hilft ein starkes EU-Lieferkettengesetz

Weltweit werden rund 79 Millionen Kinder durch schwere und gefährliche Arbeit ausgebeutet. Beispielsweise graben Kinder in Indien in tiefen Löchern nach dem Glitzer-Mineral Mica, das in Autos und vielen Elektronikprodukten steckt. Die meisten Kinder arbeiten unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen in der Landwirtschaft, zum Beispiel im Kakaoanbau in Afrika. Profiteure dieser Praxis sind auch europäische Unternehmen, die sich meist wenig für die sozialen und ökologischen Bedingungen entlang ihrer weltweiten Lieferketten interessieren.

Damit muss endlich Schluss sein, fordert die Initiative Lieferkettengesetz, ein Bündnis von mehr als 130 Organisationen aus den Bereichen, Umwelt, Gewerkschaften, Kirchen, Menschenrechte, Entwicklung, das sich schon in den vergangenen Jahren erfolgreich für ein deutsches Lieferkettengesetz eingesetzt hat, das dann auch am 11.Juni 2021 vom Bundestag verabschiedet wurde. Auch Mission EineWelt ist Mitglied der Initiative Lieferkettengesetz.

„Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bedeutet zwar einen Paradigmenwechsel, weil es endlich von der Freiwilligkeit abrückt und Unternehmen zur sozialen Verantwortung verpflichtet. Aber, weil es großen Gegenwind seitens der Wirtschaft gab, hat das Gesetz noch viele Lücken. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die nun auf EU-Ebene verhandelte Lieferketten-Direktive schärfer und wirksamer für den Schutz von Menschenrechten und Umweltschutz vor Profitinteressen von Unternehmen ausfällt. Es muss klar gegen ausbeuterische Kinderarbeit im Rohstoffabbau, Regenwaldzerstörung oder gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen in Fabriken greifen“, meint Gisela Voltz von Mission EineWelt.

Mit der Kampagne #YESEUCAN ruft die Initiative Lieferkettengesetz unter anderem zum Unterzeichnen einer entsprechenden Petition an Bundeskanzler Scholz auf. Gefordert wird, dass die Bundesregierung sich, wie im Koalitionsvertrag versprochen, aktiv für ein starkes und wirksames EU-Lieferkettengesetz einsetzt, das zivilrechtliche Haftungsklagen für Geschädigte ermöglicht, den Umwelt- und Klimaschutz mit einbezieht und die gesamte Lieferkette umfasst.

Weitere Informationen:  www.lieferkettengesetz.de

Gisela Voltz

gisela.voltz@mission-einewelt.de

Tel: 09874 9-1820

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