Der Pelzmärtel besuchte die Kinder der Grundschule Heilsbronn

HEILSBRONN (Eig. Ber.)

„Mama, Mama – heut war der Pelzmärtel in der Schule! Er hat uns Süßigkeiten gebracht und Äpfel, Mandarinen und Nüsse. Auch an was zu Schreiben hat er gedacht!“

Aufgeregt empfingen die Heilsbronner Grundschüler den Pelzmärtel, der sie am 11.11. besuchte. Unterstützt von den Sponsoren REWE Markt Stolpowski Heilsbronn, Aral Tankstelle Eugenie Batenev und Marcel Schnorrbusch packte der Elternbeirat erneut kleine Säckchen für die Erstklässler, befüllt mit Obst, Nüssen, Schokolade und Stiften, die vom Pelzmärtel in den Klassen verteilt wurden. Natürlich durften hier kleine Anekdoten aus dem Schulalltag nicht fehlen, die vom Pelzmärtel vorgetragen wurden.

Auch die Großen wurden nicht vergessen und mit Leckereien bedacht. Die Grundschule Heilsbronn möchte den regionalen Brauch des Pelzmärtels erhalten. Das Brauchtum des Pelzmärtels entstand infolge der Reformation, da die Protestanten nicht weiterhin die katholischen Heiligen St. Martin und St. Nikolaus verehren wollten. Der Pelzmärtel hat nicht nur seine Rute dabei, um die frechen Kinder zu tadeln, sondern bringt auch kleine Geschenke mit.

Am Abend konnte dann endlich wieder der Martinszug der Erstklässler stattfinden. Nach einer kurzen Andacht in der katholischen Kirche wurde die Geschichte vom Heiligen St. Martin thematisiert, der mit den Armen seinen Mantel teilte. Gestaltet von den Lehrkräften und Kindern der ersten Klassen wurden Wege gezeigt, wie man auch im Alltag mit den Mitmenschen teilen kann. Anschließend zogen die Kinder mit ihren Laternen zum Seniorenwohnstift der Diakoniestation, wo die Kinder ihre einstudierten Martinslieder zum Besten gaben. Die Bewohner hatten große Freude an den Lichtern, den strahlenden Kinderaugen und den schönen Liedern und sparten nicht am abschließenden Applaus. Zum Ausklang überraschten die Lehrkräfte und Herr Roth die Kinder mit „Martinshörnchen“, die diese gerne mit den Eltern und Freunden teilten. Ein Dank gilt dem Elternbeirat für die Spende der Martinshörnchen!

Text: Gabriele Pees / Foto: Martin Roth

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