LESERBRIEF Illegal entsorgte Lebensmittel in Windsbach kosteten einem Hund das Leben!

Am 14. August brach ich wie jede Morgen mit meiner Goldenretrieverhündin Gina zu unserem Morgenspaziergang auf. Es war das letzte Mal, dass ich sie voller Freude und Lebenslust über die Rezatwiese springen sah. In der Retzendorfer Straße, zwischen dem Bauhof und Retzendorf im Grünstreifen (zwischen der Fahrbahn und dem Fußweg) schnüffelte sie interessiert. Mein Augenmerk lag hauptsächlich auf dem Gehweg, da dort immer wieder zerbrochene Flaschen liegen. Als ich mich kurz nach Gina umdrehte, sah ich, wie sie etwas im Maul hatte. Ich rief „aus“, aber da war es schon zu spät. Ein achtlos weggeworfenes gebratenes Schnitzel (!), auf dem sich eine Wespe befand, hat unserem Hund das Leben gekostet. Das Insekt hatte im Mund-Rachenraum zugestochen. Gina brach röchelnd zusammen, wehrte sich gegen die innerhalb von Sekunden riesig angeschwollene Zunge. Nach einer „Ewigkeit“ – es kam mir zumindest so vor, hielt eine junge Familie mit Kind im Auto neben mir an. Der Fahrer war so freundlich und hat mich samt Hund auf der Stelle zum Tierarzt gefahren. Dem unbekannten Fahrer an dieser Stelle vielen Dank, in der Aufregung hatte ich vergessen nach dem Namen zu fragen. Leider konnte der Tierarzt unserer Gina auch nicht mehr helfen. Sie ist in der Praxis verstorben. Wir haben ein Familienmitglied verloren, nicht durch Krankheit oder Alter, sondern wegen einem Schnitzel, das jemand weggeworfen hat! Unsere Trauer ist unermesslich groß. Nachdem der Tierarzt sagte, das könne nur von einem Stich gewesen sein, bin ich mit meiner Tochter den Weg noch einmal abgegangen. Ich habe noch drei weitere Schnitzel gefunden. Zwei Wochen später lagen wieder Lebensmittel in dem gleichen Bereich (Toastbrot, Wurst). Auch alles wieder wie ausgelegt. Sollte irgendjemand so etwas mit Absicht tun – ich weiß nicht welche Bezeichnung ich für so einen Menschen haben würde. Aber vielleicht war es ja „nur“ Gedankenlosigkeit? Vielleicht kann man ja die Bevölkerung auf Grund dieses Vorfalles mit einem Beitrag ein wenig dafür sensibilisieren, dass Essensreste und auch anderer Müll nicht auf die Straße gehören! Vor allem würde ich mir wünschen, dass auch Eltern auf ihre Kinder diesbezüglich einwirken. Es könnte sich auch ein Kind an Glasscherben auf dem Gehweg schlimm verletzen, oder auch gestochen werden. Auf den nachträglich gefundenen Essensresten hatten sich sehr viele Wespen niedergelassen.

(Sylvia und Julia Marreck aus Windsbach)

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