Zusammen üben für den Ernstfall

Gemeinschaftsübung der FFW Merkendorf mit Kameraden aus Merkendorf in Oberfranken

WEISSBACHMÜHLE

Dieses Mal hat es endlich geklappt. Die Freiwillige Feuerwehr Merkendorf konnte gemeinsam mit ihren Kollegen aus Merkendorf bei Bamberg eine Gemeinschaftsübung bis zum Ende durchführen. Nachdem im letzten Jahr ein realer Einsatz beim Training dazwischenkam, ging heuer alles reibungslos über die Bühne.
Tief stand die Sonne an diesem Freitagabend am Freizeitzentrum Weißbachmühle bei Merkendorf, als die großen schweren Feuerwehrfahrzeuge auf dem schmalen Wirtschaftsweg zwischen Maisfeldern und Wiesen zu ihrem Übungsort fuhren. Eingebettet in die sich nach Niederschlag sehnende Natur und dem Zeltplatz liegt der Speckweiher.
„Eigentlich wollen wir einen Heckenbrand simulieren“, erklärte der Merkendorfer Kommandant Werner Rück. Doch aufgrund der anhaltenden Wasserknappheit hatten sich die Verantwortlichen entschieden, das aus dem Speckweiher entnommene Wasser dort gleich wieder hineinzuspritzen. „Auf die neue Sauerstoffzufuhr freuen sich vielleicht auch die Fische“, bemerkte Rück schmunzelnd.
An zwei Bereichen des Weihers entnahmen die FFWler mithilfe von Saugkörben und der sich anschließenden Druckleitung Wasser. Dabei kam auch ein Saugkorb, der anders als die herkömmlichen an der Wasseroberfläche treibt, zum Einsatz. Dieses Modell saugt das wichtige Nass direkt unter der Wasseroberfläche ab. Dadurch könne eine Verunreinigung des Geräts vermieden werden, erläuterte Rück. Mit zeitweilig bis zu vier Strahlrohren zielten die Kameraden zurück auf den Weiher und brachten das Wasser zurück in den Naturkreislauf.
Durch die durch die Luft wirbelnden Wassertropfen aus den Strahlrohren erhielten die Brandschützer eine willkommene Abkühlung, da sie in ihrer Einsatzkleidung schnell ins Schwitzen gerieten. Auch von oben wurde es nass, da es einen kleinen heftigen Regenschauer aus einer dunklen Wolke bei ansonsten strahlendem Sonnenschein gab.
„Normalerweise haben wir nicht immer das Glück bei den Einsätzen ein Gewässer in der Nähe zur Wasserentnahme zu haben“, machte Kommandant Rück am Rande der Übung deutlich. Dann kämen landwirtschaftliche Güllefässer zum Einsatz, die mit dem wichtigen Löschgut gefüllt sind. „Dies hilft uns ungemein bei größeren Flächenbränden auf Äckern, wie sie auch in unserer Region in letzter Zeit vermehrt auftreten“, stellte Rück fest.
Nach gut einer Stunde hieß es für die 35 Kameraden: „Ende der Übung.“ Nun mussten sie alle Schläuche und Gerätschaften wieder auf die Fahrzeuge verstauen. Kommandant Werner Rück zog ein positives Fazit der Gemeinschaftsübung mit den FFWlern aus Oberfranken. Diese übernachteten auf dem nahen Zeltplatz, wo im Anschluss noch beide Feuerwehren zusammensaßen und einen ebenso wichtigen Teil der Feuerwehrarbeit pflegten: nämlich das Feiern.

Text + Fotos: Daniel Ammon

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